Gen X vs. Gen Z-Frauen: Hat sich wirklich was geändert?

Shownotes

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TEAM
Produktion: Soundfeiler
Foto & Grafik: Jan Frankl
Idee + Vertretung: Tamara Bamesberger - Tante Bam Agency e.U.

Transkript anzeigen

00:00:01: Hallo und herzlich willkommen bei einer neuen Folge von Arbeit ist weiblich.

00:00:32: Es freut mich sehr, dass ich heute wieder mit euch beiden reden kann.

00:00:36: Und weil ihr ja zwei unterschiedliche Generationen seid, nämlich einmal die Nina mit Jen X und einmal die Emmy mit Jen Z, habe ich mir gedacht, ich stelle euch heute nebeneinander oder gegenüber und frag wie war das eigentlich damals bei der Nina?

00:00:57: Wie ist es heute bei der Emmy?

00:00:58: Welche Dinge haben sich verändert?

00:01:00: natürlich zum Thema Arbeit Natürlich speziell zum Thema Frauen in der Arbeit.

00:01:07: Als kurzes Warm-up würde ich gerne mal starten mit so den einfachsten Fragen, die erste Frage.

00:01:15: Wenn euer Leben gerade ein Kapitel in einem Buch wäre wie würde es heißen?

00:01:21: Go Nina!

00:01:23: Ich würd's Rock On nennen.

00:01:25: Rock on

00:01:27: warum?

00:01:28: Weil jetzt... Gut bei mir läuft, aber ich irgendwie sortieren möchte was ich machen will und was nicht.

00:01:35: Mit zwanzig habe ich jeden Job angenommen den ich kriegen konnte um weiterzukommen Und jetzt möchte ich mehr selektiver sein.

00:01:44: Okay Bei dir Emi?

00:01:47: Ich würde sagen durchhalten

00:01:49: Durch

00:01:50: halten Aber eher jetzt auf Studium bezogen weil ich jetzt bald meine Bachelorarbeit abgeben muss.

00:01:56: Es zieht sich schon so lange ... Das

00:01:58: ist ein großes Thema.

00:02:00: I know!

00:02:00: Ja, das ist ein grosses Thema und ich ... Also jetzt ist es schon kurz, es ist der Endsprint... Da muss ich aber noch kurz durchbeißen.

00:02:08: Das ist etwas so als wenn man aufs Klo müßte und vor der Wohnungstür steht.

00:02:14: Kennt ihr diesen Moment?

00:02:16: Ja, aber sein Schlüssel verloren hat im Auto und da muss man nochmal zum Auto rennen.

00:02:19: Es reicht, wenn

00:02:19: ich ihn herauskrameln muss, denke ich mir manchmal.

00:02:24: Ich

00:02:27: fühle mich ein sehr gutes Beispiel, aber ich kann verstehen was du meinst.

00:02:29: Okay Wie ist dein Kapitel gerade?

00:02:32: Jetzt interessiert es mich nicht mehr.

00:02:34: Da musst du jetzt auch durch mit der Frage

00:02:36: Mein Kapitel ist what the fuck?

00:02:38: Aber darauf gehe ich näher ein.

00:02:41: Meine zweite Frage an euch Ich würd's

00:02:43: lesen.

00:02:44: Sorry Ja das ist ein gutes Kapitel.

00:02:47: Woran merkt ihr nach einem Alltag am stärksten?

00:02:50: okay ich bin eindeutig?

00:02:56: Also quasi nacheinander bitte.

00:02:58: Also mit dreiundzwanzig war ich in einem Jahr ca.

00:03:02: auf zweihundert Konzerten, ich habe mir alles angeschaut und heute also obwohl ich überall hingehen könnte bin ich denke na ich muss nicht mehr alle sehen oder hab auch nicht mehr die Angst etwas zu versäumen.

00:03:18: Kein Fomo mehr für Nina.

00:03:21: Ich finde das ein sehr guten Punkt Sehr angenehm.

00:03:24: Ja,

00:03:25: ich glaub ... bei mir ist es halt genauso... Ich möchte noch alles sehen!

00:03:30: Was gibt's noch Schönes?

00:03:31: Also das spiel ich schon, wo ich mir denk.

00:03:33: Vor allem wenn man da mit Leuten und Personen redet die Älter sind als ich selber, dann merkt man so ja, ja, das ist jetzt so.

00:03:42: Und dann wart mal bist du älter bist ein bisschen.

00:03:44: Da wird diese Lebensfreude und dieses oh mein Gott was hab' ich noch nicht gesehen auch schwinden.

00:03:49: Dann bin ich sowas redet sehr, sehr uhrgeil und bin so richtig an Feier mit.

00:03:52: was kann ich alle sehen aber auch so ein bisschen.

00:03:55: Ich habe keine Ahnung, wohin.

00:03:56: Schauen wir mal was wird?

00:03:57: Ich glaube das weiß ich nicht ob das... Aber ich hab

00:04:00: leider dieses Spirit nicht mehr.

00:04:01: Ich habe mir früher alles angeschaut obwohl ich zum Beispiel die Bands gar nicht kannte.

00:04:06: aber gehen wir mal hin schauen wir es an.

00:04:08: also dieses offene also das habe ich halt jetzt leider nicht mehr.

00:04:12: aber würdest du eher sagen dass das kommt dass du nicht mehr weil du offen das Wort offen benutzt hast nicht mehr dem offen gegenüberstehst oder weil du einfach sagst Du haushaltest heute halt einfach anders mit deiner Energie auch.

00:04:25: Ja, ist sicher das Zweitere also mehr Energiemanagement?

00:04:31: Und bei dir ist die Energie noch unendlich Amy?

00:04:34: Ja und ich bild mir auch ein Ich werde die für immer haben.

00:04:36: so Da habe ich mir leider vorgenommen dass sich da sehr vielen Leuten beweisen muss Dass das nicht enden muss.

00:04:43: Also ich glaube da müssen wir in den dreißig Jahren nochmal reden ob ich es geschafft hab.

00:04:47: aber

00:04:48: Das werden wir machen, ich stelle mir jetzt einen Timer.

00:04:52: Ja wirklich?

00:04:53: Aber ich habe das Gefühl wenn man... Ich kann verstehen warum er weniger wird.

00:04:58: Ich kenne es ja bei mir auch wenn einfach etwas eine Routine wird und dass alles, dass dieser Spark weggeht aber den kann man auch wieder reproduzieren.

00:05:06: Also das muss sich als mittlere Generation an der Stelle richtig stellen.

00:05:13: Ich glaube nicht, dass es da unbedingt um den Spark geht Sondern um dieses Unendliche, man muss überall dabei sein.

00:05:22: Man hat halt auch viel schon gesehen ... Denine noch mehr sichtlich wenn du zweihundert Konzerte abgehakt hast.

00:05:32: Also plus dann.

00:05:34: ich glaube es ist einfach dass diese Neugierde die man hat in der Jugend glaub ich ersetzt sich ein bisschen durch die Erfahrung und deswegen weiß man auch das man einfach haushalten kann.

00:05:44: Und zum Teil muss man's einfach weil irgendwann

00:05:48: Spürt mich zu.

00:05:49: Du bist jetzt auch auf dieser Liste?

00:05:51: Ich bin auch auf der Liste!

00:05:52: Naja, aber ich verstehe schon das halt etwas wie gesagt Routinen und es wird normaler oder dass die Neugier weggeht weil es ist eh klar wenn ich dann schon etwas kenne.

00:06:00: natürlich ist die Neuguier weg Aber zwischen neugier und

00:06:05: so

00:06:07: Lebensenergie und Freude...ich rede so naiv ich weiß es doch.

00:06:10: eh es kommen viele Sachen die wahrscheinlich dann genau dazu führen dass man dann halt nicht mehr

00:06:16: Ich glaub, Lebensfreude.

00:06:17: Also ich will mich jetzt nicht unendlich in dieser Frage verlieren aber die Lebensfreunde haben wir nicht verloren.

00:06:22: Das stimmt

00:06:23: ja!

00:06:23: Na okay, sehr dramatisch

00:06:25: gesagt.

00:06:26: Wisst ihr was ich meine bitte?

00:06:29: Aber ich muss mich nicht mit jedem konfrontieren sagen wir mal so... Mit jedem und alles.

00:06:35: Das klingt

00:06:36: aber gut.

00:06:37: Ja ich glaube ich muss mir auch nicht mehr jeder Situation aussetzen.

00:06:40: also wenn ich so... Ich hab mir letztens Gedanken drüber gemacht, weil du über Konzerte gesprochen hast.

00:06:46: Hab ich an Festivals gedacht und dann hab ich gedacht ... Das heißt, man muss halt auch nicht mehr sein.

00:06:54: Manchmal schon sicher vielleicht?

00:06:55: Aber irgendwie ist der Gedankengang an die Ernstrengung mittlerweile größer als dass sich da jetzt was verpassen könnt.

00:07:03: Ja, da bin ich aber jetzt auch schon so.

00:07:06: Hast du was zu angehen?

00:07:08: Vielleicht ja weiter!

00:07:10: Ich glaub sonst verdienen wir uns für die

00:07:12: Hunde.

00:07:13: Und die dritte Frage für unser Warm-up.

00:07:18: Weil wir den Generationen einen Vergleich gemacht haben, was beneidet ihr an der jeweils anderen Generation?

00:07:26: Ich glaube die Begeisterungsfähigkeit hat bei mir sehr nachgelassen.

00:07:32: oder das Offensein für neue Dinge.

00:07:36: Das ist wirklich eine Altersfrage.

00:07:37: Aber grundsätzlich auch wichtig und richtig wird sich das aber jetzt eher beziehen darauf einfach auf's Alter.

00:07:44: Aber wenn du jetzt wirklich an die Gen C denkst, quasi was die Generation ausmacht.

00:07:50: Was bin alles du an denen am meisten?

00:07:54: Die Möglichkeiten, die sie haben.

00:07:56: Fangen wir jetzt in globalen oder internationaler Sicht und auch also Internet oder Social Media ist ja nicht nur schlecht sondern einfach die Möglichkeiten, dir gibt es jetzt irgendwie dich selbst zu präsentieren.

00:08:08: das gab's in den Achtziger-Ninzeiger Jahren alles nicht.

00:08:14: Aufs Alter her find ich den Erfahrungswert.

00:08:19: Und ich merk's ja jetzt schon bei mir und meiner kleinen Schwester, wir sind nur sieben Jahre auseinander, dass Sie sich in Ihrer Welt manche Sachen solche Probleme sind und Katastrophen ... Man darf sich auch nicht keiner reden, weil in dem Moment sind Sie so schlimm von

00:08:31: außen?

00:08:32: Außen!

00:08:33: Und später wenn man von da dann drauf schaut ist es halt eine Kleinigkeit.

00:08:37: Ich glaub das geht halt immer weiter und vielleicht stehe ich irgendwo wo ich mir denke oh mein Gott ich muss meine Bachelorarbeit abgeben Da kommen noch viel schlimmere Sachen, es ist nicht so schlimm.

00:08:46: Das wollte

00:08:47: ich nicht

00:08:47: zu sagen.

00:08:48: Ja, ich weiß aber jetzt als Beispiel und ich glaube von der Generation her dass sie echt noch dieses auch Ruhe können also diese Stille und wirklich langweilig werden das sie das auch noch so kennen Und Ich habe kurz überlegt weil wir haben jetzt viel mehr Möglichkeiten.

00:09:07: da stimmt Meistens ist es sehr überfordernd auch.

00:09:10: Es hat doch die negative Seite, aber grundsätzlich ist das wirklich ein Geschenk und was Positives.

00:09:17: Aber ich glaube ein bisschen diese Einfachkeit dieses ein bisschen weniger ein bisschen nicht so schnell Das glaube ich beneidigt dass sie das zumindest noch viel mehr mitbekommen haben als Ich.

00:09:29: vielleicht um's einfacher zu formulieren Vielleicht dieses aushalten können auch mal nichts zu tun wenn wir irgendwo sind, einfach und wir warten auf irgendwas oder man wartet.

00:09:44: Man hat irgendwie noch fünf Minuten zum Zeit zum Weggehen oder so.

00:09:49: Dann sitzt man halt mal rum.

00:09:50: Aber schaust du dein Instagram?

00:09:51: Mir fällt

00:09:52: das ein, wenn ich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in der Früh in die Arbeit fahre Und ich bin ja einzig was kennt nicht aufs Handy schaut Ich schau einfach mal so einfach... Du musst dich auch immer schon les' ich jetzt die Zeitung Die Gratiszeitung beide.

00:10:09: oder was könnte ich auf Social Media, auf Instagram schauen?

00:10:13: Also selbst die U-Bahn-Fahrt sollte man ja irgendwas machen.

00:10:19: Und ich sitze oft da als Einzige und schaue in der Gegend

00:10:22: herum.".

00:10:24: Ich

00:10:38: fange an mit und da beneide.

00:10:43: Und da beneide ich euch, dass das für euch nicht so ein Kampf ist, weil es schon so lange hat.

00:10:49: jetzt und so kennt's ... Das meinte ich damit.

00:10:53: Check?

00:10:54: Check check!

00:10:55: Ja aber danke.

00:10:56: Obwohl ich auch sagen muss, also auch wenn ich das auch kann... Ich liebe das auch, ich will auch gerne raus schauen.

00:11:03: Ich beobachte doch gerne Leute, es liegt vielleicht

00:11:04: auf daran.

00:11:06: Aber ich merke schon auch, dass in anderen Situationen, weil du das vorher meintest, Emmi.

00:11:10: Dass beim Warten ja vielleicht ist das Handy dann doch schon eine Ablenkung?

00:11:14: Das kann schon sein!

00:11:15: Aber ich kann auch echt einfach rumliegen.

00:11:17: Also ich merkt es immer wenn ich mit dir Zeit verbringe, Emmie.

00:11:20: Und wir am Boden liegen...

00:11:21: Ja aber du bist ja, du liegst zwei Sekunden an Boden und dann ist wieder... geht wieder los.

00:11:27: und ich denke so ...ja ich habe mich da jetzt nicht am Boden gelegt, damit ich zweitig bin und später wieder aufstehe.

00:11:34: Okay, dann habe ich das heute so ein bisschen in Runden eingeteilt und runter.

00:11:37: eins soll heute Erwartungen und Lebensentwürfe also ein bisschen hochgegriffen für die Fragen, die jetzt kommen.

00:11:47: Aber mein Thema ist eher Erwartung.

00:11:49: Und damit will ich auch gerne starten.

00:11:52: Und zwar einmal mit dir begonnen Nina wenn du an deine frühen Zwanziger denkst welche Erwartlungen gab es da an dich?

00:12:03: Was war vielleicht auch dieser typische normale Lebensweg?

00:12:07: Also meine Ansprüche waren immer anders als die anderen zwanzigjährigen, würde ich sagen.

00:12:14: Weil ich wollte immer... also ich wollte mir halt eben wie gesagt, ich habe ja sehr viele Konzerte besucht und da war das wichtigste welches Outfit, wie viel Geld gibt man für Snickers aus?

00:12:25: Also ich hatte so was echt so ohne seriösen Anspruch sozusagen.

00:12:31: Aber ich hab mitbekommen von meinen Schulvereinen, die haben alle feste Beziehungen.

00:12:36: Ich hab da meine Hochzeit geplant und diese Stereotypen mit Hausbarn und so ... Und das ist was, ich wollte sowas nie haben.

00:12:46: Okay!

00:12:48: Aber es war schon noch sehr verbreitet zu tun?

00:12:50: Ja, und es ist mir auch bis heute kein Bedürfnis.

00:12:52: Sehr gut!

00:12:54: Optimal!

00:12:57: Gab's damals Dinge, also wenn wir wieder in deine Zwanziger schauen für Männer okay waren zu tun, aber für dich als Frau oder für die Frauen generell damals eher schwierig.

00:13:09: Ich glaube da hat sich bis heute leider nicht viel geändert.

00:13:11: wenn es du als in wie ich Anfang zwanzig war irgendwie halt voll Party und gesoffen hast dann war was die mal bist immer be also schief angeschaut worden.

00:13:21: wenn das hat wenn die Typen angesoffen waren oder sich aufwürdig haben was nie so schlimm und ich glaub dass hat sich biseut nicht geändert

00:13:28: alle nicken zustimmen, alle Jahrzehnte nicken und gab es dann auch.

00:13:35: also ist dein lebensentwurf natürlich ein anderer der jetzt eben nicht diesen stereotypen spricht.

00:13:41: aber gab's denn schon irgendwann so eine moment wo du die erkenntnis hast ah ich muss mich da oder da vielleicht aber doch anders verhalten um ernst genommen zu werden

00:13:51: auf jeden fall weil irgendwas kommt am punkt wo du merkst du bist immer broke lebst in irgendwelchen Untermieten von Tag zu Tag.

00:14:01: Irgendwann merkt man auch irgendwie, wenn wir uns mal... Wie gesagt, du wirst dann noch nicht ernst genommen, wenn es so dahin lebst.

00:14:12: und irgendwann bin ich schon okay, ich muss mir bei einem Job bleiben und nicht alle sechs Monate wechseln und irgendwas durchziehen.

00:14:21: Also es gab dann für mich so ein Turning-Point.

00:14:23: Ich habe gesagt, okay was mache ich jetzt noch?

00:14:25: Ich habe erst mit den Jahren zwanzig angefangen zu studieren und da erst da habe ich eine gewisse Struktur in mein Leben gebracht.

00:14:32: Vorher habe ich einfach nur von Job zu Job, vom Gehaltssettel zu Gehaltessetteln

00:14:35: gelebt.".

00:14:37: Okay, dann habe ich jetzt eine kleine Zusatzfrage.

00:14:39: Würdest du sagen jetzt ist sie dreiundzwanzig grundsätzlich immer noch super jung dass man sagt jetzt kriegt man sein Leben im Griff oder geordnete Bahnen?

00:14:48: aber würdest du auch wirklich generell sagen sind die Männer, die vielleicht auch länger so gelebt haben als im Sinne von eher locker.

00:14:55: Von einem ins andere eben vielleicht in ungeordneten Bahnen dass sie trotzdem ernster genommen wurden als du obwohl das Lebenskonzept bis dahin noch offener war?

00:15:06: Also bewusster lebt habe ich es nicht.

00:15:09: aber wahrscheinlich sind diese Typen

00:15:12: immer so.

00:15:14: Aber wer jetzt bewusst damals wahrgenommen hab ich's nicht

00:15:17: Gut dann wechseln wir zu dir Emilein.

00:15:20: Sorry Emily?

00:15:22: Besser ist Emily.

00:15:24: Okay, welche Erwartungen spürst du denn heute am stärksten?

00:15:31: Oh, schwierig!

00:15:33: Also ich glaube Gott sei Dank bei uns bricht gerade dieses Haus Kinder

00:15:38: etc.,

00:15:38: vor allem das Kinderthema habe ich jetzt noch nicht so mitbekommen liegt vielleicht auch daran dass sich auch schon wie sechzehn und jeder mich komisch anschauen wird würde ich jetzt mit dem kind herumlaufen?

00:15:48: Ich glaube das hat schon ein bisschen... Also in meiner Welt, ich glaube das ich mein Umfeld sehr schwer mich mir jetzt schon mit Kindern vorstellen kann.

00:15:56: Weil ich aber auch sehr jung wirke.

00:15:58: Ich meine den Kopf sehr weise...

00:16:00: Entschuldigung!

00:16:01: Aber ich glaube aus uns schon diese Selbstoptimierung.

00:16:07: und was halt noch ein Punkt ist es glaube ich die Kleidung und wie man sich hergebt.

00:16:13: also ich habe ein Beispiel eine Kollegin die hat sich ihre Augenbrauen blond geblieht vor allem als Statement.

00:16:21: Ich muss jetzt nicht diesen idealen Schönheitsbild entsprechen und es reagieren sehr oft, v.a.

00:16:27: Männer negativ drauf.

00:16:29: Und checken sie überhaupt nichts, warum sie das jetzt macht?

00:16:31: Frauen sind einfach so, hey sieht geil aus!

00:16:32: Perfekt.

00:16:33: Aber sobald etwas dem halt nicht entspricht merkt man, dass die Männer sehr irritiert auch reagieren.

00:16:39: Und ich glaub' die Erwartungen haben wir halt', dass wir immer in dieses Schema A optisch passen.

00:16:43: Und dieses...ich glaube was ich sehr viel kämpfe weil ich halt zu jung und lieb ausschaue mit dem Ernst genommen werden.

00:16:49: Also ich glaub, das wird jetzt keine Erwartung sein aber irgendwie wird erwartet dass ich schön und lieb ausschaue.

00:16:56: dann ist ja auch kein Problem.

00:16:57: so ein bisschen glaube ich.

00:16:58: okay machst du dir den Druck da eher von innen heraus oder kommt er auch von außen?

00:17:05: also wird es auch vielleicht bei dem jungen sehr jung aussehen um bei dem Thema zu bleiben und dem ernst genommen werden.

00:17:12: dazu ist das etwas wo du wirklich aktiv dagegen Also was wirklich von außen kommt, dass das dir einen Druck macht oder ist es auch von dir innen?

00:17:21: Weil du von dich eine andere Erwartungshaltung hast.

00:17:25: Naja ich glaube, es kommt sehr von mir drinnen aber aufgrund von äußeren Reizen wenn die mich halt dann nicht ernst nehmen und Du merkst einfach an den Blicken, dass sie dich nicht ernst sind weil sie dich anschauen und dir denken Was willst du jetzt von mir?

00:17:37: Dann löst das innen den Druck aus Dass sich das irgendwie ändern muss Oder irgendwann im Weg finden muss, dass die Leute mich trotzdem ernst nehmen.

00:17:43: Geh mir nicht am Sack.

00:17:44: Ich schaue zwar lieb und süß aus Aber genau so viel Respekt und Ernsthaftigkeit verdient.

00:17:50: Würdest du da sagen, wie ist das der Verhältnis?

00:17:53: Dass du das Problem mit Männern hast und zu Frauen ...

00:17:56: Ich glaube es kann bei beiden Geschlechtungen vorkommen aber ich glaub dass Männer da eher noch in diese auch sexualisierte Richtung gehen.

00:18:04: Wisst ihr was ich mein?

00:18:06: Weil's dann doch auch dieses süße Liebe mithinne.

00:18:09: Also ich spürs mehr beim Männern, aber ich muss ehrlich sagen achte mehr drauf als Männer.

00:18:13: die ist bezüglich von sich geben und wie sie wirken.

00:18:17: Was ist heutzutage so ein typischer Spruch, den man als junge Frau ständig hört?

00:18:22: Boah!

00:18:23: Da müsste ich jetzt kurz denken...

00:18:25: Denke?!

00:18:26: Jetzt ist der Pressure on!

00:18:29: Habt ihr die Ideen vorschlägt?

00:18:30: Was habt ihr früher gehört?

00:18:31: Also mich hat es immer geärgert.

00:18:32: also ich bin ja zuerst bei Plattenführung gewesen dann viel auf Tour.

00:18:36: wenn so ält Man muss das sagen, so ein bisschen ältere Typen dich buppeln lernen oder Hey Baby.

00:18:42: Oder Schatze.

00:18:44: Ich bin hier beruflich und ich bin nicht ein Schatzi!

00:18:48: Da habe ich glaube... dass die Gottse denn jetzt schon weil es ein großes Thema ist das nicht mehr so aktiv machen und ich glaube das hat sich gut verändert.

00:18:55: Ich glaube sie machen sehr viel mit ihren Blicken.

00:18:58: Okay.

00:18:59: Wisst ihr was ich meine?

00:19:00: Ich glaube Sie sagen's nicht mehr.

00:19:01: aber wenn du sie dann anschaust und den Blick siehst dann weißt Du genau was sie sich denken.

00:19:04: Dann kommen wir zur gleich zweiten Runde.

00:19:10: Wie war das dann aber bei dir mit Gehalt und Verhandlungen?

00:19:13: Und wie war es damals, als du noch jung warst.

00:19:16: Und wie ist es heute?

00:19:18: Ich habe immer ganz schlecht verhandelt weil ich Angst gehabt hab da nicht den Job zu bekommen.

00:19:24: Generell ist ja das Problem in Kreativbranche Musik und bist immer immer schlecht bezahlt also in dem das macht eigentlich nur wirklich aus.

00:19:34: weißt du, so wenig machen willst.

00:19:36: Wenn du Geld verdienen willst, wer hätte ich müssen an die EU gehen oder Controlling- oder Buchhaltung machen?

00:19:42: Also das ist... Aber ich habe wirklich sehr lange auch gebraucht über mir dass das mir bewusst wird

00:19:51: dieses

00:19:51: Money Mindsetting und hab' wirklich daran gearbeitet.

00:19:57: Und das ist jetzt heute anders?

00:19:59: Ja es viel besser, aber du wirst sofort auch gleich wieder gegen Argumente.

00:20:04: Also es bläst dir ein kalter Wind entgegen.

00:20:07: also ich habe eben halt dann schon auf den Chefpositionen die was halt mal sechzig plus sind und ich bin mir nie sicher ob die bei einem männlichen Kollegen genauso agieren würden.

00:20:19: okay also

00:20:20: soviel hat sich da jetzt glaube ich in den letzten zwanzig dreißig jahren nicht geändert

00:20:24: wird der heute weil du bist ja mama ist das schon mal als Argument entgegengebracht worden?

00:20:32: Nein.

00:20:32: Das nicht,

00:20:33: okay.

00:20:33: Interessant!

00:20:34: Dann schwenkt man zu dir, Emmy.

00:20:36: Keine Angst ich frag dich keine großen Sachen über das Gehalt oder übers Verhandeln.

00:20:41: aber redet man in eurer Generation beziehungsweise unter euch gleichaltrigen Arbeitskollegen offen über Gehälter?

00:20:50: Eigentlich schon.

00:20:52: Wir sind da also untereinander sehr offen.

00:20:56: Okay, auch wenn es ähnliche Positionen sind?

00:20:59: Meistens genau die... Also wir stimmen uns so ab und sind so was verdienst du?

00:21:05: Ich glaube damit wird dann einfach checkst das ja sonst nicht dass es uns keins vergleichswert ist.

00:21:09: also richtig ist jetzt okay was ich verdiene.

00:21:11: da hätte ich hier komplett ausgenützt Und ich bin noch bei einer stelle.

00:21:19: beim praktikum sind dann ich und die andere Praktikantin drauf gekommen Das gleiche Job, gleiche Länge.

00:21:26: Ich glaub sie sogar ein halbes Monat länger.

00:21:28: Sie weniger verdient als ich aufgrund weil ich mehr Erfahrung hatte.

00:21:33: Da war dieser Punkt.

00:21:34: hätten wir nie drüber geredet wäre das nie irgendwie zur Sprache gekommen oder sonst was.

00:21:38: also das war jetzt nicht geschlechtsbedingt.

00:21:41: Woher weißt du dass du mehr bekommst?

00:21:43: Weil Du mehr Erfahrung hast.

00:21:45: Sie hat danach gefragt warum das ist.

00:21:48: Also sie konnte dann aktiv hin und sagen

00:21:50: Warum

00:21:51: Und dann haben die eben begründet, weil ich in dem Bereich schon mehr Erfahrung hatte was so halbstimmt.

00:21:55: Also ich hab mich eh gefreut aber ich war so.

00:21:58: im Endeffekt das was wir leisten

00:22:00: ist

00:22:00: genau das gleiche.

00:22:01: Ja also voll!

00:22:03: Aber wir auch intern reden schon eigentlich... Es ist jetzt nicht unser tägliches Brot dass wird überreden wie ich verdienen werde und jetzt auch nicht sicher mit einem oder das aber mit denen du gut bist mit den guys oder schon ab?

00:22:13: Okay gut.

00:22:14: Das ist schon aber richtig verhandeln

00:22:19: würde ich jetzt auch.

00:22:20: Das muss noch lernen.

00:22:23: Okay, ich bin leider eine Sache aber daran weil das war also dass wir offen über Gehälter geredet hat nicht kann mich nicht dran erinnern, dass das stattgefunden hätte tatsächlich auch unter uns Lehrlingen nicht Ich könnte mich nicht erinneren.

00:22:37: Aber

00:22:37: was war der Grund?

00:22:38: Weil ich habe das auch gespürt und war so ein bisschen...ich wusste es ist jetzt nicht so ein Thema über was man offen redet.

00:22:44: Nein, ich glaube es ist ein großes österreichisches Phänomen Dass man über Geld nicht redet Und auch untereinander... Ich weiß nicht, was willst du da sagen?

00:22:55: Da ist das so eine Neidkultur-Geschichte oder...?

00:22:58: Ja also ich meine bei die Amerikaner sind es zum Beispiel total üblich.

00:23:01: Die fragen dich auch aus erster.

00:23:03: Aber ich glaube das ist mehr dann so eine Zahl, die du dir nicht so gut einschätzen kannst weil die nennen ihre Gehalt gehält immer jährlich und wenn ihr sagt, ich verdiene jährliche Achtzigtausend oder siebzigtauend, dann hast du jetzt nicht so einen Vorstellungen davon.

00:23:21: war es das für dich jetzt, weil wir sind so gewohnt, monatlich unseren Gehaltssettel zu haben.

00:23:28: Also vor allem Amerikaner und Enkel reden da total offen drüber.

00:23:31: Und ich war total schockiert wenn ich so gefragt habe wie der hat was kriegst du Zeit?

00:23:37: Es fühlt sich illegal an.

00:23:39: Aber es fühlte sich wirklich an, als würdest du irgendwas Illegales machen würde.

00:23:42: Deine Vorgesetze, dann vergisst das er draufkommt.

00:23:44: Dann muss jemand

00:23:44: hassen das!

00:23:46: Aber können Sie was machen dagegen?

00:23:47: Nein, natürlich

00:23:48: nicht.

00:23:48: Müssen wir das alles piepsen?

00:23:50: Nein!

00:23:52: Aber so fühlt es sich an...

00:23:54: Es ist ein großes Tabu.

00:23:58: Wenn ich drüber nachdenke, wenn solche Situationen und ...

00:24:00: Ich

00:24:01: wurde auch schon gefragt, dass ich immer sagen muss, dass es auch etwas damit zu tun hat, dass man oft denkt, ich will jetzt eigentlich nichts sagen weil ich weiß halt, dass mich mehr verdient, dass mir das nicht zugeben wie auf der einen Seite Oder umgekehrt auch dieses Gefühl von, ich will mich nicht bloß stellen weil ich weniger verdienen.

00:24:22: Das hat viel mit so Vergleich und Messung.

00:24:27: Und dem Unternehmen gegenüber.

00:24:28: also ich glaube das ist also von Chefs halt auch Unternehmern in den Unternehmerinnen.

00:24:32: Ich glaube da können sich beide die Hände reichen.

00:24:34: bei der Geschlechter lieben es halt dass Angestellte Arbeitnehmer nicht drüber sprechen weil dann eben solche Dinge passieren können Unterschiede Obwohl es auch zwischen Mann und Frau, wenn wir dabei bleiben.

00:24:49: Dass die gar nicht am Tisch kommen weil...

00:24:51: Ja aber hätte ich nie über so was geredet.

00:24:54: Hätte doch ich damals in anderen Jobs nie erkannt dass sich zu wenig verdienen oder das das nicht okay wäre und dann wär ich nirgends wohin gegangen um mich wirklich professionell zu beraten und zu checken.

00:25:03: hey!

00:25:04: Und deswegen finde ich das super wichtig Weil bei uns ist dieser Vergleich nicht so.

00:25:08: wie sind dann eher so?

00:25:09: warum kriege ich nicht so viel wie du?

00:25:10: Wir sind ja gleich mal da ist ein Problem Das ist eher so unseres.

00:25:14: Deswegen meinen Aufrichtiger Leid an dieser Generation.

00:25:18: Aber es fühlt sich trotzdem illegal an, also ich check was ihr meint.

00:25:22: Wir haben's noch nicht überwunden.

00:25:24: die Alphasregeln dann?

00:25:25: Ja hoffentlich!

00:25:26: Die gehen einfach gleich hinlegen und die Zettel laufen vergleichen.

00:25:29: Aha zwei sind weniger okay.

00:25:30: verrechnen wir die Stunden aus.

00:25:32: Monatlicher Gehaltschecker.

00:25:33: Ja

00:25:34: wirklich das war uhrgeil.

00:25:36: Das kann ich eigentlich einführen.

00:25:38: Es ist immer noch scham behaftet Cool.

00:25:41: Aber wir machen es jetzt schon, sind schon einen Schritt weiter.

00:25:44: So girls!

00:25:44: Ja sehr gut alles ein Prozess.

00:25:48: Gut

00:25:49: ich leute Runde drei ein und da würde ich gerne eher rüberschwenken zu dem Thema Arbeit und Sicherheit beziehungsweise... Na ich bleibe mal bei Arbeit und Sicherheit.

00:26:05: das sind alle semi gute Überschriften habe ich festgestellt.

00:26:10: Nina Was hat denn damals, also damit meine ich wie du in deinen zwanzigern warst für dich Sicherheit bedeutet?

00:26:18: Ich glaube ich habe ein Jahrzehnt lang in kompletter Unsicherheit gelebt.

00:26:23: Also immer in Untermieten möglichst keine Fixkosten, keine Kredite und Gottes Willen und so.

00:26:33: Das ist also... Für mich war das die Horrorvorstellung.

00:26:39: Also keine Verbindlichkeit zu haben.

00:26:42: Die haben ja alle Haus gebaut und Kredite aufgenommen, für mich war das die Horrorvorstellung.

00:26:47: Ich habe mir halt wie gesagt von Monat zum Monat gelebt und es war happy wenn ich da... also mein Ziel war dann irgendwie wo kann ich hinfahren oder nach London fahren oder irgendwelche Reisen zu machen?

00:26:59: Aber Sicherheit hatte ich eigentlich nie!

00:27:02: Okay, also die Freiheit war deine größte

00:27:04: Freiheit.

00:27:05: Ja, die Freiheit waren mir wichtiger als die Sicherheit, genau.

00:27:10: Wie hat sich denn Anfang zwanzig der Berufseinstieg ... Ich glaube du hast mit achtzehn oder wann hast du den Job als ...

00:27:20: diesen Beamtenshop hatte ich mit der Schule fertig geworden.

00:27:26: Ich habe gleich bei einer Plattenfirma angefangen als Promotionassistentin.

00:27:34: Wie hat sich damals dieser Job einstieg?

00:27:36: Bleiben wir gleich bei dieser Platten firma.

00:27:37: Damals fühlte ich an, war das damals ein sicherer Job?

00:27:43: War das die Definition von einem sicheren Job?

00:27:46: Damals habe ich gedacht, ja, ich bin angekommen.

00:27:49: Ich bin im Musik-Business und habe einen angestellten Job, bezahlten Job und habe aber dann schnell festgestellt du bist eigentlich eine Bürohilfskraft.

00:27:59: Das klingt zwar super!

00:28:01: Das sind diese Jobtiteln, so Promotion Assistenz.

00:28:06: Aber im Grunde haben wir nur Biografien.

00:28:09: Fotokopiert damals, war mir ja noch auf Papier.

00:28:11: Und die Fotos waren schwarz-weiß Fotos, die in Akten abgelegt wurden.

00:28:18: Also du warst eigentlich wie ... weil ich glaub dir in Deutschland war, dass es nicht viel anders war als der Beamtenjob.

00:28:26: Okay, nur es hat halt schöner gefunkelt draußen?

00:28:29: Genau!

00:28:30: Die Hülle hat schön ausgeschaut.

00:28:32: Musstest du dich da in diesem Anfangsstadium irgendwie beweisen oder durchsetzen?

00:28:38: Nein... Also um den Top Level.

00:28:40: das war wie, als ob du Lehrling wärst.

00:28:44: Okay.

00:28:46: Emmi?

00:28:49: Was bedeutet Sicherheit für dich jetzt gerade?

00:28:54: Ich glaube das Wichtigste für mich ist finanzielle Sicherheit glaub ich also ich muss jetzt kein Reichtum haben aber dass sich es einfach gut ausgeht.

00:29:05: Das wäre mir wichtig.

00:29:06: Und was ich jetzt gerade sehr schätze und mir sehr viel Sicherheit gibt, ist den Job, den ich jetzt grad hab.

00:29:12: Da geh' ich rein... ...und fühl mich wohl!

00:29:16: Und kann ich selber sein?

00:29:17: Also da muss ich mich nicht verstellen.

00:29:19: jeden Tag wenn ich dort reingeh' mit denke ich muss uns in eine Rolle schlüpfen.

00:29:23: Ja also ich habe zum Abschluss dieser Runde noch eine Frage an dich Emmi und zwar was ist am Thema Arbeit heute grade am anstrengendsten?

00:29:33: Ich glaube es ist Es ist so schwierig, weil wir haben ... Ich hab ein bisschen darüber nachgedacht.

00:29:39: Auch eine Kollegin, die ist jetzt auch ...

00:29:41: keine

00:29:41: Ahnung?

00:29:42: Ende vierzig, Anfang fünfzig.

00:29:44: Die erzählt mir noch, dass das früher normal war, dass irgendwelche Typen am Arsch gekrabscht haben und man nimmt es halt hin.

00:29:50: Und das ist Gott sei Dank bei uns ja nicht mehr so.

00:29:52: Also, es ist wirklich so, dass du schon drüber reden kannst.

00:29:55: Du kannst es nur nicht machen ohne dich selber ein bisschen Steine in den Weg zu legen.

00:30:00: Und ich find', da ist's im Thema heute ... Arbeit anstrengend.

00:30:03: Wir haben die Chance, es wird sehr viel nicht mehr akzeptiert.

00:30:06: Wir dürfen laut sein, wir dürfen was sagen aber es ist immer mit etwas Negativen verbunden und man kann jetzt nicht einfach hängen und sagen ja das und das ist ein Problem der und der verhält sich nicht richtig.

00:30:17: Passt danke!

00:30:18: Wir schützen dich unter Anführungszeichen, die wird nichts passieren sondern es ist so mit einem kleinen Risiko.

00:30:23: okay was wenn ich das jetzt sage wie reagieren alle anderen drauf?

00:30:27: Also auch Konsequenzen von außen von anderen Kollegen oder Kolleginnen?

00:30:30: Genau Ich glaube, wir sind schon sehr viele Schritte weiter.

00:30:34: Aber es ist gerade sehr anstrengend, dass man grad in diesen Mitteldingen isst.

00:30:40: Du verstehst

00:30:40: ja, er schritt

00:30:41: weiter und nimmt nicht mal alles hin?

00:30:43: Man muss sich nicht mal das gefallen lassen... Genau!

00:30:44: Aber jetzt ein angenehmer Weg ist es auch nicht so... Das

00:30:46: ist trotzdem nicht der Fall.

00:30:47: Und dann, glaub ich, ist es sehr schwierig für sich selber eben herauszufinden.

00:30:52: Bin ich laut, gehe ich die Risiken ein, nehme mich die Konsequenzen, obwohl ich nichts falsch gemacht habe, obwohl die anderen eigentlich die Schuldigen sind oder gehe ich den sicheren Weg?

00:31:01: Vielleicht zahlt sich sie auch nicht aus.

00:31:04: Ich glaub, das ist grad ein bisschen anstrengend.

00:31:06: Das dann immer wieder abzuwägen

00:31:07: und ...

00:31:09: ich bin trotzdem für sei laut.

00:31:12: Und wenn du es nicht für dich bist, dann für die nach dir.

00:31:15: Sehr gut!

00:31:16: Rede lauter...

00:31:19: Wie wird der?

00:31:22: Hast Du eine Inspirierung?

00:31:24: Das hätte ja gerne am Schluss sein können.

00:31:25: Ja hier

00:31:25: ist mir auch fürs Wetter ein

00:31:26: guter Schluss von dem Aufwand.

00:31:27: Mir fällt

00:31:27: noch was anderes ein.

00:31:29: Mir fehlt sicher noch eine andere poetische Spur ein.

00:31:31: Dann machen wir Runde vier.

00:31:41: Wohnen, meine Lieben!

00:31:42: Wohnen und die Kosten dazu.

00:31:45: Ganz kurzer Faktencheck an der Stelle wieder?

00:31:48: Das ist kein Faktoncheck das stimmt nicht.

00:31:49: ich möchte euch mit Faktern berieseln.

00:31:52: Laut Statistik Austria sind die durchschnittlichen Mieten in Österreich im zweiten Quartal, im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent gestiegen inklusive Betriebskosten.

00:32:04: Die Netto mieten also ohne Betriebskosten war um fünf drei Prozent höher.

00:32:09: Wann seid ihr ausgezogen?

00:32:11: Nina du wann bist du ausgezogen?

00:32:13: in welchem Jahr?

00:32:14: Ich bin einmal schon gleich mit achtzehn ausgezogen zu einer Freundin.

00:32:21: das hat nicht funktioniert, dann bin ich wieder nach Hause gezogen und dann endgültig erst mit dreiundzwanzig ausgezogen.

00:32:27: Aber ich muss sagen, ich hab im Haushalt mit meinem Vater leingeliebt in einer sehr großen Wohnung.

00:32:31: also jetzt das... Ich war so ein richtiger Nesthocker es war total bequem zuhause.

00:32:39: Und aber mit drei und zwanzig bin ich dann ausgezogen, ja?

00:32:42: Das heißt Anfang Mitter der Neunzigen.

00:32:47: Ja!

00:32:48: Und damals hat, also in den neunzigern hast du noch sehr gut, günstige Wohnungen in coolen Vierteln gefunden.

00:32:57: Und ich ärgere mich bis heute, dass sich damals nicht mehr ... da wollte ich auch irgendwie ja kein Risiko eingehen, dass ich gebunden bin an irgendwelche Mieten oder so.

00:33:08: und also, ja...

00:33:10: Also, ich beneide euch auch!

00:33:12: Also jetzt nicht, dass du es bereust.

00:33:14: Aber wir hätten

00:33:15: die Möglichkeit haben

00:33:17: können!

00:33:17: Ja genau das!

00:33:18: Und ich habe

00:33:18: dann noch günstiger... Ich hab' dann in Favoriten gewohnt, weil's dort wirklich sportbillig ist, der wie nur dreihundert Euro... Nicht einmal dreihundert Euro für eine Wohnung bezahlt.

00:33:27: und da gab´s damals noch echt... Da hättest man nochmal was wenn ich vernünftig gewesen wäre.

00:33:35: Super altbar.

00:33:37: Hundertfünfzig Quadratmeter um weiß ich nicht... Wie kommen?

00:33:42: Aber nein, da wollte man ja unabhängig sein und nichts für sowas Geld ausgeben.

00:33:48: Das heißt das war eigentlich damals für dich finanziell eher einfacher was zu finden?

00:33:56: Ist es heute für dich ein Thema

00:33:59: nicht mehr?

00:34:04: Also ich möchte, heute ist sonst so nicht mehr leistbar.

00:34:07: Wenn du nichts erbst oder ist es ja unmöglich, heute etwas zu besitzen?

00:34:13: Und da wo du jetzt wohnst, sagen wir natürlich nicht, aber ...

00:34:18: Hubert Strasse, einundsehlich.

00:34:23: Deine heutige Wohnsituation ist quasi fix und würdest du aus deiner Lebensphase heraus diesen Schritt machen und umziehen.

00:34:33: Oder sagst du, nein, du bist jetzt so zufrieden, dass du dich mit dem Thema jetzt Gott sei Dank bis auf weiteres nicht auseinander setzen

00:34:39: musst?

00:34:40: Also ich würde irgendwie aus dieser Wohnung nie ausziehen oder die Wohnung nie hergehen weil wie gesagt ich glaube der Wohnungsmarkt in Wien jetzt ist es.

00:34:49: also das wird nicht besser es wird noch schlimmer.

00:34:51: Ja.

00:34:52: Emmi wann bist du ausgezogen?

00:34:55: Ich bin mit achtzehn ausgezogen Punkt.

00:34:59: Es hat sich eine Möglichkeit ergeben und deswegen hatte ich die Chance auszuziehen,

00:35:04: und

00:35:05: verstehe aber jeden der sagt, er möchte auch noch länger bei den Eltern wohnen.

00:35:10: Also ich finde es ist schon sehr verbunden mit wenn du ausziehst.

00:35:13: da musst du erwachsen sein weil dir deine Wäsche wird nicht gewaschen, du wirst nicht bekocht, du musst ständig aufräumen... Die ganzen Sachen unter sie sowas das schätzt du erst so richtig wenn du's nicht mehr hast.

00:35:26: Weißt du, was ich mein?

00:35:27: Ja.

00:35:28: Ich muss sagen ... Das war mir sehr immer schon tatsächlich wie ich auszogen bin von Anfang an egal.

00:35:35: Das waren so Dinge wo ich mir dachte das ist der Preis dafür dass ich meine Ruhe habe.

00:35:40: Ich versteh schon und es ist auch sehr schön alleine zu wohnen vor allem wenn man die Chance hat auch noch seine Eltern zu besuchen wie in meinem Fall.

00:35:47: also das wäre schon wichtig.

00:35:48: Also ich kann mir das schwer vorstellen.

00:35:51: weit wegzuziehen Von meiner Familie weg Das könnte ich mir gar nicht vorstellen.

00:35:58: Aber ich bin mit achtzehn ausgezogen, wohne dort jetzt schon fünf Jahre und ich liebe es!

00:36:03: Du liebst es?

00:36:05: Jetzt hast du in einer anderen Folge auch schon erwähnt, deswegen gehe ich davon aus, dass das in Ordnung ist... dass ich das erwähne.

00:36:11: Du wirst ein bisschen mit unterstützt von deinen Eltern, weil du ja auch noch studierst

00:36:15: etc.,

00:36:16: wenn du dir jetzt zu generell andere Wohnungspreise anschaust ... also Mitpreise wär's für dich dann zurzeit möglich überhaupt?

00:36:24: No chance!

00:36:26: Also keine Chance.

00:36:28: Ich bin so dankbar dafür, dass sich damals diese Möglichkeit ergeben hat und dass ich auch jetzt von meinen Eltern unterstützt werde.

00:36:35: aber wenn ich da jetzt Freundinnen zuschau die Wohnung suche Ich denke mir, es wird sich von vorn bis hin nicht ausgehen.

00:36:43: Vor allem Studenten.

00:36:44: Also dann wohne ich lieber länger bei den Eltern und ich verstehe das kann auch tough sein und das hat seine Nachteile

00:36:51: etc.,

00:36:51: aber es könnte sich nicht anders

00:36:53: ausgehen.".

00:36:54: Ja, ich habe letztens ein WG-Zimmer gesehen – ich kann euch nicht genau sagen wie gut es war, es war kein Luxuswg-Zimer in WG Zimmern.

00:37:03: Das hat glaube ich, sechshundertfünfzig Euro minter kostet im Monat.

00:37:08: Meine erste Wohnung mit sixty Quadratmetern hat mich zu Topzeiten, also zu den schlechtesten weil es am höchsten war, fünfhundfünfzig Euro Miete gekostet.

00:37:20: Und ja ganz ehrlich ich will diese Zeiten zurück!

00:37:22: Ja du möchtest sie auch noch essen?

00:37:24: Du baust Gewand, du hast vielleicht dann...

00:37:26: Du willst gerne leben, ja?

00:37:27: Ja,

00:37:28: öfter Ticket.

00:37:31: Das ist echt ganz

00:37:33: verrückt.

00:37:34: Also ich frage mich habe mich Mit dieser Frage sehr auseinandergesetzt in letzter Zeit.

00:37:38: Wenn du wirklich in einer prekären Situation bist, auch vielleicht weil dich dein Vermieter aus deiner Wohnung Eigenbedarf anmeldet oder so und du wirklich schnell deine Wohnung finden musst... Grüß Gott!

00:37:51: Das ist

00:37:52: ganz schlimm.

00:37:53: Mach's mal was dagegen da draußen.

00:37:55: Ja

00:37:55: mach' mal was dagegen.

00:37:57: Lass Demo organisieren.

00:37:59: Ja ja, Bruder Perfekt.

00:38:00: Geh mir ein Demo

00:38:02: Gutes.

00:38:02: Ende der Runde vier.

00:38:04: Kommen wir zur Runde fünf!

00:38:06: Ein

00:38:08: bisschen ein Thema absetzte Arbeit, also nicht sehr arbeitsbezogen.

00:38:13: So wie wohnen?

00:38:14: Entschuldigung.

00:38:17: Also es ist Arbeitskraft erhaltung.

00:38:22: Ich würde gerne noch in einen Feld reinsteppen das eher emotionaler ist und wahrscheinlich eher emotional aufgeladen Und zwar das Thema Frau sein an sich, Körperbeziehungen und Mental-Load.

00:38:37: Ein großer gesellschaftlicher Faktor der ja ich glaube nicht unterschätzt wird tatsächlich ist wie stark Medienbilder und Schönheitsnormen nach wie vor Druck machen.

00:38:48: Die Emmy hat das eh ein bisschen schon angerissen vorher weil es immer noch was heißt immer noch?

00:38:56: Es hat nie aufgehört wie früh Mädchen eigentlich lernen, sich zu bewerten oder bewertet werden und was das mit dem Selbstwert und dem Auftreten und dem Joballtag generell macht.

00:39:12: Nina meine erste Frage in dich ist welche auch unausgesprochenen Regeln und Erwartungen über wie man als Frau zu sein hat hast du in deinen zwanzigern oder früher noch gelernt, erfahren oder haben dich geprägt?

00:39:32: Also ich war ja damals.

00:39:33: in meinen zwanzigern bin ich total auf Hip-Hop gestanden das heißt ich hatte immer so Baggy Jeans an, Snickers und so.

00:39:41: Das war mit Brauch Piercing und kurze Leiberl und so...

00:39:45: Nenene Verschlägenden!

00:39:46: Ja

00:39:47: wirklich?!

00:39:48: Und das war damals ein total ungewöhnliches Bild bei Damme.

00:39:53: Anfang neunzig war wirklich Hip Hop eine Subkultur Heute dieses

00:39:58: Pop.

00:40:00: Und da war es total untypisch gekleidet und du hast total schwer oder mühsamst dir diese Sachen organisieren.

00:40:07: wüsste, dass gab nur ein paar kleine Shops oder du bist nach London oder so, dann gabs ja noch nicht so Online Shopping.

00:40:14: Also das war ja... Da war das total irgendwie, haben Freunde in meiner Art gesagt, gelächelig, du schaust aus wie als obst du vierzehn wärst, ziehst dich an wie ein Kind!

00:40:27: Also die haben, da erwartet das so ein gewisse deine Pumps trage und weiß nicht was welche also ja einfach anders ausschaust.

00:40:38: Okay?

00:40:39: Das hat sich ja aufgelöst.

00:40:40: heute.

00:40:40: irgendwie kann jeder tragen was er will aber wir waren auch damals nicht zu öffentlich.

00:40:46: Da gab es kein Facebook oder Instagram und wir haben keine Selfies gemacht.

00:40:51: Ja okay das ist also eher bei dir blieben Aber gab's auch so diese typischen Verhaltens.

00:40:57: Also, quasi es war für dich wie du damals auch Stylish unterwegs warst, einfach eine Ausnahme oder etwas ungewöhnlicheres.

00:41:09: aber war es dann eben so dass neben den Pumps und einem gewissen Outfit auch ein gewisses Verhalten erwartet wurde?

00:41:17: Oder hast Du Dich das so sehr aus rausgenommen, dass Du es für Dich gar keine Rolle gespielt hattest?

00:41:25: Ich glaube, es war ein ganz großer Unterschied.

00:41:27: Weil ich ja immer im Musik-Business war.

00:41:30: Da ist das, glaube ich, immer so ein bisschen das Verhalten anders gesehen worden.

00:41:34: Also ich habe da jetzt keine, nie irgendwelche... also irgendwelchen verbalen Vorwürfe oder irgend sowas gehört irgendwie mich halt.

00:41:42: aber vielleicht hab' ich auch nicht den Drang ab da irgendwo mich besonders aufzuführen oder so.

00:41:49: Okay.

00:41:50: Emmi du wolltest glaube ich was dazu was sagen?

00:41:53: Äh, diese Aussage mit auf die Art Kleidet dich in einem Alter gerecht.

00:41:58: Hör ich auch öfters?

00:41:59: Die hörst du öfter tatsächlich?

00:42:01: Aus verschiedenen Richtungen auf die Arten, dass ich mich von wenn ich neben einer kleinen Schwester stehe, die jetzt sechzehn ist betragen gefühlt das gleiche und es wird manchmal auch so ein bisschen kritisiert.

00:42:13: Okay.

00:42:13: Warum ich mich dann anziehe wie eine Sechzehennährige?

00:42:16: Ich weiß nicht,

00:42:16: wie erwartet wird was deinem Alter entsprechend

00:42:19: ist.

00:42:19: Nee, auch nicht!

00:42:20: Ich glaube der kommt darauf an... In was für Kreisen du bist.

00:42:25: Ich glaube, dass wir der Gott sei Dank eh schon recht offener sind und mehr akzeptieren aber es trotzdem diese gewisse Trends gibt Und wenn du dich an die nicht hältst dann bist du nicht mit am Boot.

00:42:38: Das merke ich aber noch schlimmer bei meiner Schwester.

00:42:41: Also wie hat einmal gesagt Wenn sie die Hose jetzt anziehen wird würde sie aus der Schule rausgemobt werden

00:42:45: Wild!

00:42:46: Also so schlimm ist das durch Social Media.

00:42:50: Ich meine, die ist auch in der Schule.

00:42:51: Das sind ja noch mal andere Faktoren von Bewertung, Vergleich und so weiter.

00:42:56: So schlimm haben wir das nicht, aber es ist schon ... Du kennst das von mir!

00:43:01: Ich steh jeden Tag, also am Abend bevor ich in die Arbeit fahre, muss ich mein Gewand herrichten.

00:43:08: Und plane natürlich okay was ziehe ich an?

00:43:09: Was ist gut?

00:43:10: Wen sehe ich?

00:43:11: Was muss ich machen?

00:43:12: Und dementsprechend pass sich mein Keilungsziel an.

00:43:15: Was von mir erwartet wird.

00:43:17: Okay, du legst da schon einen sehr starken Wert drauf auch darauf zu achten quasi wo du bist und mit wem oder wen du triffst.

00:43:25: Ja und was dann dort von mir auf die Art erwartet wird.

00:43:28: ich meine ich schaue schon ich ziehe meistens das an was mich gefällt und wo ich mich drin wohl fühle.

00:43:35: aber es wird schon.

00:43:37: also wenn ich jetzt bestimmte Aufgaben habe oder bestimmte wie gesagt Leute sehe dann weiß ich okay sie könnten das sagen dann ziehe ich lieber das und das an Auch was mit Freizügigkeit und sonst.

00:43:49: Ich bin gespannt auf den Sommer, was ich anziehen werde.

00:43:51: Wie frei kann ich mich anziehen?

00:43:53: Was ist grundsätzlich wirklich okay?

00:43:56: Ich muss ja nicht nur mit Beharrter in die Arbeit kommen.

00:43:58: Es gibt ja schon gewisse Sachen aber so... ...was wird dort akzeptiert oder das wird kommentiert, das bin ich sehr gespannt.

00:44:05: Also in dem Sinn habe ich sehr darauf geachtet weil ich ja sehr viel auf... also bevor ich meine Tochter hatte, fünfzehn Jahre auf Tournee mit neunzig Prozent männlichen Musikern in Turbussen.

00:44:15: Also ich war immer sehr auf, fast schon tomboyartig angezogen weil ich denen keine Fläche bieten wollte da irgendwie anlassig zu werden.

00:44:27: Okay also das

00:44:28: war eine bewusste Entscheidung?

00:44:29: Ja eine bewustere Entscheidung auch

00:44:31: und

00:44:31: wir sind ja auch sehr auf Baggy unterwegs und dafür lieg mich am wohlsten wo ich echt auf die Art...

00:44:38: wie in Anfang der Neunzig war das sehr untypisch Da gab's das nicht.

00:44:42: Das war total komisch

00:44:44: für die anderen!

00:44:45: Und ich find es aber super, dass das jetzt so normal ist.

00:44:48: und ich liebe Baggy Jeans, ich liebe alles.

00:44:50: Machen mich wie Baggy ja umso besser... Aber sicher auch aus dem Hintergrund.

00:44:55: dann wird Selfie-Juice... Ja, das ist der Selbstschutz und daran kann das nicht kritisiert werden oder als... Ich muss ja gar nicht kritisiert werden, da kann ich nur jemand angelotzt und sagen du bist geil.

00:45:06: Das baue ich auch nicht.

00:45:08: Weil der Schutz ist schon noch notwendig?

00:45:11: Auf jeden Fall.

00:45:13: Gut, dann würde ich gern zwei Abschlussfragen stellen und die ganz schnell.

00:45:19: Jetzt haben wir euch gegenübergestellt ein bisschen drüber geredet an paar Fragen.

00:45:24: was würdet ihr denn sagen?

00:45:25: Was ist erschreckend gleich zwischen Emmys zwanzigeren und Niners zwanzigern?

00:45:32: das wird darüber reden müssen dass es einen Unterschied gibt nicht also jetzt was die frau in der arbeitswelt oder in welcher selbst.

00:45:41: Das hat sich eigentlich im Grunde nicht viel geändert.

00:45:43: Und das ist das Tragische.

00:45:45: Ja voll, ich glaube das Kernproblem ist noch immer da also...

00:45:51: Dazu habe ich kurz ein paar Fakten mit dazu.

00:45:55: und zwar sind heutzutage auch Frauen deutlich immer noch öfter Teilzeit beschäftigt als Männer.

00:46:05: begründen könnte, dass die GenC heute auch lieber Teilzeit arbeiten möchte.

00:46:09: Ist das nicht nur darauf zurückzuführen?

00:46:12: Aber eine Teilzeitbeschäftigung für Frauen aufgrund der Kerbe diese Leisten bedeutet in der Zukunft halt für sie auch sowohl ein schlechteres Einkommen als auch eine geringere Pension und Armut in der Pension ist für Frauen auch ein viel noch wahrer und viel größeres Thema als für Männer.

00:46:31: Die unbezahlte Arbeit ist natürlich auch nach wie vor ein riesiges Thema.

00:46:35: Kinderbetreuung, Pflege und Haushalt leisten im Schnitt Frauen immer noch überwiegend.

00:46:44: Und ja damit glaube ich sind das die selben Themen wie seit langer Zeit.

00:46:48: weil es noch immer erschreckend gleich ist habe ich auch noch einen zusätzlichen Faktum der eher in nicht nur in die Arbeitswelt greift und das ist natürlich nach wie Vor ein riesiges Thema Sicherheit und Gewaltprävention.

00:47:01: Und wie wir in den letzten Jahren erschrecken feststellen mussten, erleben sie nicht nur Gewalt sondern werden auch ermordet.

00:47:13: Viele Frauen erleben im Laufe ihres Lebens sexuelle Belästigung oder eben Gewalt und das beeinflusst am Schluss ja natürlich alle Sachen wie Freiheit und auch die Karrierewege an sich.

00:47:25: große Frage wie sicher man sich im Alltag überhaupt fühlen kann sollte.

00:47:31: Aber um das jetzt nicht zu enden, zu lassen stelle ich natürlich noch eine andere Frage und sage aber was hat sich wirklich verbessert?

00:47:40: Ich glaube dass wir, was ich vorhin gesagt habe, dass wir darüber reden können, dass viele wissen es ist ein Thema und man darf sich auf dem aber auch nicht ausruhen.

00:47:50: also wir dürfen jetzt nicht auffüllen und sagen schon viel besser hey wir können schon drüber reden wir müssen's auch machen und wir müssen darüber reden Und wir müssen eben, wie ich vorgesagt habe, diese ganzen Schwierigkeiten, die damit einherkommen, die eh schon ungerecht sind.

00:48:05: Wenn ich es nicht für mich mache dann für die, die alle Nachme kommen sein.

00:48:09: Meine Kinder und meine kleine Schwester.

00:48:11: Irgendwelche kleinen Süßen, irgendwelche taffen starken Mädchen da draußen, die dann erwachsen

00:48:17: werden."

00:48:18: für die es einfach machen.

00:48:20: Und es fängt oft klein an und jedes Kommentar, was wird gebracht, ist schon dieser eine Schritt zu viel.

00:48:25: Und dann muss man aufhören, wegzusehen und da anfangen damit man alles, was danach kommt auch dagegen ankämpfen kann.

00:48:32: Schön!

00:48:32: Das fast als hättest du mit einem Abschlusssatz abgelesen.

00:48:36: Hat sie nicht?

00:48:37: Habe ich nicht?

00:48:38: Nieder, was willst Du sagen?

00:48:40: Ich glaube ein großer Fortschritt ist dass die Hierarchien flacher geworden sind Also dass das jetzt nicht mehr so doch eine bessere Kommunikation, eine Wertschätzung der Kommunikationsstadt findet.

00:48:56: Was ich glaube, ich klusse auch noch mal selbst dazu heute, dass wir heutzutage die Möglichkeit haben hier in diesem Podcast als Heute drei, normalerweise vier Frauen zu sitzen und das auch im Generationen vergleicht.

00:49:08: Dass sich da vier Frauen zusammensetzen können, die aus unterschiedlichen Jahrzehnten kommen und genau über diese Unterschiede reden.

00:49:15: Und dass können und tun ist eine Verbesserung.

00:49:20: Wir müssen nicht mehr in unseren ... Manche tuns das nicht vergessen aber wir müssen nicht in unseren Klassen verweilen, sei es Herkunftsklassen oder Zugehörigkeiten Alters, helft mir.

00:49:38: Jahrzehnten alters Gruppen?

00:49:41: Danke, dass man das Wort dazu

00:49:42: hat.

00:49:42: Sehr gerne!

00:49:46: Am verweilen, sondern können uns austauschen und die Erfahrung holen aus jeder Richtung

00:49:53: und

00:49:54: gemeinsam dann es für uns machen, für uns weiterbringen und wie die MSU schon geschaut hat – für alle danach.

00:50:01: Super.

00:50:02: Dann danke ich euch für das heutige Gespräch.

00:50:04: Danke schön!

00:50:06: An alle da draußen, ich hoffe die Folge hat euch gefallen und ich habe heute nichts mehr anderes zu sagen als danke für eure Ohren.

00:50:13: und nicht vergessen Arbeit ist

00:50:15: weiblich.

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