„Du bist so lieb…“ – und zack, hast du die Aufgabe
Shownotes
Du willst deine Erfahrungen mit uns teilen oder hast Fragen oder Anregungen für uns, dann nutze gerne:
schreib-uns@arbeitistweiblich.at
Folge uns auf Instagram! https://www.instagram.com/arbeit_ist_weiblich_podcast/
TEAM
Produktion: Soundfeiler
Foto & Grafik: Jan Frankl
Idee + Vertretung: Tamara Bamesberger - Tante Bam Agency e.U.
Transkript anzeigen
00:00:01: Servus und hallo, bei Arbeit ist weiblich.
00:00:04: Vier Frauen aus vier Jahrzehnten und um endlich viel zu besprechen rund um das Thema Arbeit.
00:00:09: Nina unser siebziger Girl, Katharina direkt aus den Neunzigern, Emmi vertreter in der Nullerjahre und ich Tamara aus den Achtzigern reden über Mythen, Fakten und was uns in unserem Arbeitsalltag bewegt.
00:00:23: Seidst du bereit?
00:00:24: Ja!
00:00:25: Ich freue mich, es wird eine gute Folge!
00:00:27: Das können
00:00:29: wir auch gleich reinschnitten.
00:00:32: Ich begrüße euch trotzdem, hallo Mädels!
00:00:34: Hallo!
00:00:36: Ich freue mich dass ich heute wieder da sein darf mit der liebe Nina und mit der lieben Katharina.
00:00:42: Und das heute mit dem Thema Komplimente beziehungsweise Kommentare die zuerst vielleicht klingen wie Honig aber sich dann vielleicht doch nicht als ganz so toll herausstellen.
00:00:57: bevor reinstarte in verschiedenste Beispiele dieser Sätze.
00:01:02: Will ich euch die nur ganz kurz fragen, gibt es Sätze oder gibt einen bestimmten Satz den ihr nie wieder hören wollt?
00:01:10: Ja... Ich habe mir darüber schon vorher Gedanken gemacht und das gibt noch einen Satz der mir sofort anfällt weil über den denke ich auch immer oft nach obwohl da jetzt glaube ich keine Ahnung Jahre auf jeden Fall her ist dass wer zu mir gesagt hat
00:01:22: Okay
00:01:22: Der Satz war Für eine junge Frau.
00:01:25: hast du das aber eigentlich echt gut gemacht?
00:01:29: Ich habe ähnliche Sätze so gehört.
00:01:30: Und es war so
00:01:31: nett gemeint, nämlich!
00:01:33: Okay?
00:01:35: Sehr spannend.
00:01:37: Aber vielleicht kommen wir noch einmal dazu.
00:01:40: Maybe – wer
00:01:41: weiß?!
00:01:43: Dann würde ich mit euch gerne anfangen.
00:01:44: Ich würde euch jetzt immer drei Beispiele vorlesen und nach jedem Satz würde ich gern von euch wissen.
00:01:52: Findet ihr das lieb oder unangenehm?
00:01:56: Und nach diesen drei Beispielen reden wir ganz kurz drüber, was da vielleicht sein könnte.
00:02:02: So das erste Beispiel du bist so lieb.
00:02:06: kannst du das schnell übernehmen?
00:02:09: Lieb oder unangenehm?
00:02:13: Schwierig!
00:02:16: Unangenehmen
00:02:19: Ja auch unangenernehm.
00:02:22: Das zweite Beispiel Deine Exzeltabelle ist extrem übersichtlich aufgebaut.
00:02:26: Ich würde mich freuen, wenn du mir nächste Woche mal zehn Minuten Zeit schenkst um zu zeigen wie du das gelöst hast.
00:02:33: Lieb!
00:02:34: Ja finde ich auch lieb.
00:02:37: Und das dritte Beispiel in dem Fall?
00:02:40: Du bist einfach unsere verlässlichste Kraft.
00:02:43: Ohne dich bricht hier alles zusammen.
00:02:46: daher solltest du das Projekt übernehmen.
00:02:51: Okay, die Katharine ist da eindeutig.
00:02:52: Ja ich finde das voll lieb.
00:02:54: Wirklich?
00:02:56: Wenn es mit irgendwelchen Vergütungen verboten wird... Ich wollte
00:02:59: sagen, diese sind die Umsatzbedeiligung!
00:03:08: Es war ziemlich eindeuertig bei welchem Beispiel ihr das als eher was positiv betrachtet habt dieser Excel-Tabelle.
00:03:15: Diese drei Beispiele fallen unter den Begriff weaponized complement.
00:03:23: Das instrumentalisierte Lob und zielt ein bisschen darauf ab, dass hier das Lob als psychologisches Werkzeug benutzt wird um mit ein bisschen Schmeichelai und Bewunderung quasi die eigene Eitelkeit anzugreifen um dann zu sagen, ja, dann mach ich's.
00:03:45: Weil ich so doll bin und du mir das auch gesagt hast wie doll ich bin, dann mache ich es!
00:03:49: Aber eigentlich ist ein bisschen einen Abschieben an Arbeitsaufträgen... Wie steht sie zu diesen Arten von Sätzen im Allgemeinen generell?
00:03:58: Also diese Vorgehensweise ist für mich Alltag.
00:04:02: Ich wollte
00:04:03: etwas ganz Ähnliches sagen, die nerven mich extrem aber einfach nur weil es halt täglich Brot ist.
00:04:11: Ich glaub, so hin und wieder wird's mich gar nicht so nerven.
00:04:14: Aber wenn das ein prinzipielles Ding ist ... dann schon!
00:04:17: Okay?
00:04:18: Und wenn es jetzt Arbeitsaufträge sind, die eigentlich wirklich so, wo man so richtig merkt, dass sie weit von einem Weg sind...
00:04:26: Ja, dann nervt's mehr.
00:04:27: Weil ich finde, wenn mir gesagt wird wie toll ich bin und dann wird mir gesagt, was ich machen soll, was sowieso meine Arbeit ist, dann ja okay, da nehme ich das Kompliment, das sag' ich auch nicht nann.
00:04:39: gesagt wird, damit ich was übernehme und ich bin halt leider immer nicht fall da komplett drauf rein.
00:04:44: Nicht weil mein Ego so gut
00:04:45: gestreichelt werden
00:04:46: muss oder so aber halt ... Ich weiß auch
00:04:48: nicht!
00:04:48: Aber es nimmt dich halt bei der Eitelkeit so ein
00:04:50: bisschen ja?
00:04:51: Es nimmt mich bei der Edelkeit und irgendwie... Ich hab das Gefühl, ich habe ein sehr großes Problem dann mit Nein zu sagen.
00:04:57: leider Und dass hakt sich da so rein.
00:05:01: Das macht's mir noch schwerer Nein zu Sagen Okay Und damit kriegt man mich halt leider absolut.
00:05:06: Also funktioniert
00:05:08: Ja.
00:05:08: Also, da draußen funktioniert das von der Kategorie.
00:05:13: An meine Kolleginnen!
00:05:16: Please don't weaponize this.
00:05:19: Wichtig ist... Wenn es für mich zu weit weg ist, kann ich schon durchaus sagen, kann nicht, will ich nicht.
00:05:26: Da bin ich schon... Dadurch dass ich schon so lang in dem Geschäft bin habe ich da keine...
00:05:33: Hast du den guten Grenzen gefunden?
00:05:36: Das ist wieder mal ein Moment, wo ich mir denke, es sollte noch mehr von der Nina lernen.
00:05:40: Ja, das siehst du halt schon.
00:05:43: Gehen wir gleich zu den nächsten Beispiele.
00:05:45: Darf ich da zwischendurch kurz dazwischengeretschen?
00:05:48: Was ich nämlich zu dem ... was... Was ich noch zu dem Satz sagen wollte, den ich für positiv empfunden habe, ist dass ich denen so extrem nett finde eigentlich weil dadurch ja kein von mir nicht verlangt wird, dass ich einen Ultramaraufwand habe.
00:06:06: Sondern von mir nur gebeten werde, das ich zeige wie es geht damit die anderen Personen die gleiche Kompetenz hat.
00:06:11: Das finde ich irgendwie...
00:06:12: Ja, das finde ich auch toll.
00:06:13: Das würde ich
00:06:13: voll gerne generell öfter hören.
00:06:16: Auch ein wirklich schönes
00:06:17: Kompliment!
00:06:17: Ein wirklich
00:06:18: schönest Kompliment, ja.
00:06:19: Es gefällt mir sehr gut.
00:06:21: Gut kommen wir zu den nächsten drei Beispiels.
00:06:25: Heute bist du aber richtig schön rausgeputzt.
00:06:29: Oh, kommt drauf an von wem?
00:06:31: Ah
00:06:31: tatsächlich?!
00:06:33: Okay Bei dir Nina?
00:06:36: Ich glaube, ich laufe der Jahre.
00:06:37: Freut mich das schon, weil es immer schwieriger wird.
00:06:42: Ja, supertreibst du aber!
00:06:46: Katharina, du sagst, kommt drauf an von wem?
00:06:50: Auf was kommt's an?
00:06:51: Was die Intention hinter dem Kommentar ist... Also wenn zum Beispiel wir uns zur Podcastaufnahme treffen und du zu mir sagst komm doch auf den Ton drauf an.
00:07:00: Aber wenn du sagest
00:07:01: hey heute bist du ja richtig schon rausgeputzt Freu ich mich, weil du willst mir nichts Böses damit oder irgendwas anderes sagen.
00:07:09: Das weiß ich ja von dir.
00:07:10: Du würdest mir nie was anderes sagen wollen als das, dass du findest, das ist schön auch schon grad?
00:07:13: Ja!
00:07:14: Aber tendenziell von Männern ist es ja manchmal eher nicht so gemeint und damit würde ich nicht verallgemeinern, weil ich glaub... Ich hab zum Beispiel einen Arbeitskollegen da wird das auch sagen einfach, weil er mir ein Kompliment machen will.
00:07:25: aber wenn der Ton ist wie du's vorgelesen hast dann ist es schon eher
00:07:31: unangenehm.
00:07:32: Okay, da bin ich ziemlich bei dir Und ich glaube, es ist auch wirklich eine Tonsache und also Verhältnissache im Sinne wie man sonst zu zueinander.
00:07:43: Aber ich muss tendenziell eher sagen dass ich das als eher unangenehm empfinde wenn es diese Tonale hat.
00:07:51: Vielleicht doch das Wort herausgeputzt wird für dieses Wort oder?
00:07:55: Das
00:07:55: ist auch so...weiß nicht.
00:07:58: Das hat einen Beigeschmack.
00:07:59: Ja, es bezieht sich halt so auf etwas.
00:08:02: Ich finde das ist zu einem allgemeinsten Chance heute.
00:08:05: Überraschenderweise sehr schön aus!
00:08:09: Gut, wir fahren mal näher drauf eingehen.
00:08:11: Machen wir das zweite Beispiel?
00:08:14: Deine Präsentation heute war hervorragend strukturiert.
00:08:17: besonders gut hat mir gefallen wie präzise du die Kernpunkte auf den Punkt gebracht hast.
00:08:22: War lieb,
00:08:22: ja super.
00:08:23: So ein super Kompliment für dich auch.
00:08:28: Und das dritte Beispiel, Glückwunsch zum Projekt Erfolg.
00:08:33: Das sieht man, dass man für diese Kunden gar nicht so tief im Thema stecken muss.
00:08:38: Leuer!
00:08:39: Schwierig?
00:08:42: Ich würde sagen hart wundern geniegt.
00:08:47: Diese drei würden eher in die Kategorie Backhanded Compliment fallen also das vergiftete Lob und ist da betrachtet, dass es eben so ein bisschen wie zum Beispiel wenn man das erste Beispiel hernimmt.
00:08:59: Und deswegen glaube ich ist das so wichtig wie die Tonale dabei ist.
00:09:03: Du bist heute richtig rausgeputzt halt zum Beispiel... Es klingt ja wie ein Lob oder wie ein Kompliment an der Stelle aber im selben Atemzug wird ihr eigentlich ein bisschen zu gereden, sonst bist du's ja wirklich nicht!
00:09:16: Das ist derselbe wie beim Projekt Erfolg.
00:09:20: Es lobt dich auf der einen Seite geht dann aber ganz schnell über mit, es spricht eigentlich deine Kompetenzen ab.
00:09:26: Weil offensichtlich hast du ja nicht, aber für den Kunden hält's gereicht oder hat's gerecht.
00:09:31: Aber das zweite ist ja ... Kann man das auch aus Backhand-Compliment verstehen?
00:09:35: Nein eben nicht!
00:09:36: Es ist ein schönes Gegenbeispiel dazu.
00:09:38: Achso okay, Entschuldigung.
00:09:39: Dann habe ich das Konzept irgendwie nicht ganz so blick.
00:09:41: Entschuligung.
00:09:43: Im Grunde sind diese Backhand Compliments immer so ein bisschen geprägt von Passiver Aggressivität Und es ist immer quasi daran geknüpft, dass es auch so irgendwas Negatives impliziert.
00:09:55: Also du bist schön aber ... weil sonst bist das ja nicht!
00:09:58: Es gibt auch ein sehr plakativeres Beispiel sowas mit ... Boah Du bist ja mal geschminkt, da solltest du öfter machen.
00:10:05: So zum Beispiel.
00:10:08: Kommt euch so was unter?
00:10:10: Ja schon.
00:10:14: Wir sind ja selten Anlasswomens raus putzen.
00:10:19: Aber ich muss es mir gerade eingefallen, ich habe diese Woche zu einem Kollegen so was gesagt, aber heute hast du einen Feinanzi und dann hast du etwas vor, also können wir gleich deuten.
00:10:29: Katharina!
00:10:29: Du hast jetzt gerade gesagt dass das Sachen sind die dir schon unterkommen?
00:10:34: Sind das Kommentare, die eher von... Also gerade dieses passive-aggressive Unterschwellige, dass das eher was ist, was vom Frauen kommt oder von Männern?
00:10:47: Muss ich drüber nachdenken?
00:10:49: Ich muss sagen, es kommt mir jetzt nicht täglich unter oder so.
00:10:54: Aber in meiner gesamten Berufslaufbahn hat das schon öfters mal gehört.
00:10:57: Eher von Frauen habe ich glaube tatsächlich dem geschuldet dass ich fast nur mit Frauen gearbeitet hab.
00:11:03: Also wie ich noch bei Plattenfirmen gearbeitet habe ist also bei den Plattenfirmen als Musikproroschen und nicht Klassischpresse oder so... Und das ist auch sehr weiblich lastig und das ist schon irgendwie ein Rumpitschen.
00:11:16: Also das ist schon, ja.
00:11:18: Und wie ich dann ins Live-Business gewechselt habe, bin ich sehr männlich dominiert und da hab' ich das weniger mitbekommen oder zumindest bin ich nicht damit konfrontiert worden?
00:11:31: Ich glaube dass Franz vielmehr darauf sozialisiert sind, nicht direkt
00:11:35: einfach zu
00:11:36: sagen was sie meinen und dass das deswegen vielleicht bei weiblich gelesenen Personen generell eher vorkommt, dass so Passivaggressivität rauskommt.
00:11:46: Das ist nämlich auch mein Gefühl.
00:11:48: Besonders dann, wenn wir durch sind vielleicht wird uns das vielleicht noch ein bisschen mehr auffallen dass so diese passive aggressiven Unterschwingen die Bissi die Stiche leihen auch etwas sind.
00:11:59: also wo ich oft das Gefühl habe, dass dieser Erfahrung hab' ich eher mit Frauen gemacht haben wir dafür ganz andere Männern.
00:12:08: von daher weiß nicht was unbedingt besser ist aber ich schau mal weiter!
00:12:13: Die nächsten drei Beispiele Gute Idee, aber wir machen das so.
00:12:20: Aber wir machen es anders?
00:12:23: Unangenehmer war nicht so schlimm, weil ich glaube, dass es ein Classic-Team-Arbeitding
00:12:29: passiert.
00:12:29: Das klingt von irgendwem in einem Kommunikations-Rhetorikseminar gelernt.
00:12:40: Zustimmen und dann die eigene Meinung durchsetzen!
00:12:46: Weil wir das, weil ich immer auch ein gutes Beispiel in die drei Beispiele eingebaut habe.
00:12:51: Habe ich dieses Mal aber zu diesem Satz den Gegenentwurf quasi wie man es eher positiv formulieren könnte oder ohne diesen kurzen ... Unangenehm Moment.
00:13:06: Das wäre dann zum Beispiel, das ist ein starker Ansatz.
00:13:08: Lass uns eine Idee direkt in die engere Auswahl nehmen und gemeinsam schauen wie wir sie in den nächsten Schritten umsetzen könnten?
00:13:16: Das ist problematisch.
00:13:18: Ja und vor allen Dingen geht die Idee trotzdem noch einen Prozess.
00:13:21: Das stimmt!
00:13:22: Und wertschätzender ist
00:13:23: es auch.
00:13:23: Wertschätzend auf jeden Fall.
00:13:28: Kommt gleich zum zweiten.
00:13:29: Du bist ja gar nicht wie andere Frauen.
00:13:35: Ein deutlicher Reaktion.
00:13:38: Unangenehm!
00:13:39: Ich persönlich vergerne wie andere Frauen, andere Frauen sind sehr oft sehr cool.
00:13:44: Für eine Frau hast du aber echt Ahnung.
00:13:49: Ja
00:13:50: das ist stimmt.
00:13:51: es ist ja ähnlich zu dem was ich am Anfang gesagt habe vor einem Satz.
00:13:55: Ja
00:13:57: unangenehmen.
00:13:59: Richtig auch
00:14:00: unangenerne.
00:14:02: Aggression erzeugend.
00:14:06: Also dazu, diese Beispiele würden unter dem Begriff Negging fallen quasi subtile Herabsetzungen um zu verunsichern und ist eine bewusste Manipulationstaktik.
00:14:22: ob das Wort Bewusst jetzt immer gilt setze ich in Anführungszeichen aber bei der Lob- und Abwertung extrem schnell wechseln bzw.
00:14:31: Es ist halt impliziert, dass es mit was negert mich, wenn man eigentlich verbunden ist.
00:14:37: Und das Ziel ist eigentlich, das Selbstwertgefühl zu erschüttern oder halt kleinzumachen und Verunsicherung zu erzeugen und dadurch auch in Folge dann leichter kontrollierbar zu sein.
00:14:51: Aber ich habe das auf Tournee öfters gehört und ich denke mal warum sagen's denn überhaupt was?
00:14:56: Ich hab mich immer gefragt, warum muss das überhaupt gesagt werden?
00:15:02: um dich zu verunsichern, weil es dich halt schon ist.
00:15:04: Auch wenn wir jetzt da sitzen, aber jetzt sitzen wir in einem safeen Space gerade und wir sind untereinander und so.
00:15:10: Aber wenn du jetzt kann man sich vorstellen auf enuf Tour bist und jemand sagt das du zu dir und du denkst dann irgendwann so eigentlich was soll das eigentlich bedeuten?
00:15:19: Weil grad dass du bist ja gar nicht wie andere Frauen den kannst auch in alle Richtungen deuten.
00:15:24: erstens mal setzt die ganze Gruppe der Frauen ja herab In erster Linie aber es kann ja auch Bedeuten alle anderen Frauen sind leibernd, aber du bist gar nicht so.
00:15:37: Also ich weiß nicht das es sind halt sehr eigenartige Kommentare und eben dieses Stacke hin und her ist eben beim ersten Gute derweil wir machen das anders.
00:15:49: Das ist halt auch so schwierig weil's es dich im ersten Moment hochzieht Dann lässt sich fallen Und werdet doch noch ab durch dass das eh schon sowas anderes sowieso schon besser ist.
00:16:02: Ist euch das schon begegnet?
00:16:04: Also ja, offensichtlich haben wir ja schon besprochen.
00:16:06: Vor allen Dingen die Themen mit Frauen.
00:16:08: Aber jetzt so grundsätzlich dieses Kurzloben aber dann eigentlich spielt überhaupt gar keine Rolle mehr.
00:16:13: Ja, aber das ist glaube ich eine Charakter-Sache.
00:16:15: Ich habe einen Kollegen der was das immer macht.
00:16:19: Einfach loben, so auf der Art zu hast du das Konzert super gelaufen... ...aber und da kommt ne Lawine an, was wir doch alles besser machen könnten.
00:16:32: Und dann ist die Stimmung in Keller.
00:16:35: Dann hätte man sich so sparen können oder vielleicht hinten als Abschluss, vielleicht heute mal ins Drehen.
00:16:43: Habt ihr sonst noch was dazu zu sagen bevor ich zu den nächsten drei Beispielen hüpfe?
00:16:47: Nein, ich freue mich schon auf die nächsten drei.
00:16:49: sehr gut!
00:16:50: Ganz kurze einfache Satz du machst das schon
00:16:54: Kann ich mir nicht ganz entscheiden.
00:16:57: Kommt drauf an.
00:16:58: Ich glaube ich sollte es nicht gut finden aber ich finde es eigentlich ganz nett.
00:17:03: Kommt
00:17:03: drauf an, was ich davor gesagt habe.
00:17:05: Wenn ich sage, ich brauche Hilfe und jemand zu mir sagt du machst das schon dann denke ich mir so ja mentaler Mittelfinger aber wenn ich sage Ich mache mir Sorgen dass ich das nicht schaffe.
00:17:14: Und wer sagt Du machst es schon und vielleicht noch so einen Nachsatz von weil du hast es bis jetzt immer geschafft finde ich halbwegs nett.
00:17:20: Gibt besseres aber finde ich okay.
00:17:23: Es kommt darauf an von wem's kommt wenn ich weiß von einer Person.
00:17:28: Geht es eigentlich nur darum, dass ich darauf verlasst?
00:17:31: Dass das ... dass ich das eh kann und irgendwie hinkriege auch wenn's ein neues Thema ist.
00:17:36: Okay!
00:17:37: Dann hau' ich gleich... Das gehe nicht weiter drauf ein sondern geh ins zweite Beispiel.
00:17:42: Sie sind doch der Experte die Expertin dafür da brauche ich Ihnen nichts zu helfen.
00:17:48: Es ist für letzt ein bisschen eindeutiger.
00:17:50: Falls du den Begriff abputzen.
00:17:53: Ja?
00:17:54: Soll ich letztens erst gesagt sein?
00:17:57: Wirklich?!
00:18:12: Das war in einem Kontext, wo es wirklich gestimmt hat.
00:18:14: Da wurde ich mit in die Verantwortung für etwas gezogen ... Ich will die Situation nicht so genau beschreiben was wirklich nichts ist, was ich kann und zurecht, weil ich das nie gelernt habe.
00:18:29: Und dann hab' ich das gesagt zu mir.
00:18:30: Aber es hat ja einen guten Grund, dass ich das gesagt hab'.
00:18:34: Weil mir die andere Person mega auf die Nerven gegangen ist damit, dass Ich da jetzt mit reingezogen wurde.
00:18:38: Ja!
00:18:38: Ich glaube bei manchen Sätzen muss man sagen, sie ist halt natürlich der Kontext spielt eine Rolle.
00:18:43: Aber ich hab's wirklich
00:18:44: genau so gesagt...
00:18:48: Okay wir lenken jetzt ganz schön davon abnehmen in den dritten Satz.
00:18:53: Ich halte mich daraus, Sie haben ein volles Vertrauen.
00:18:58: Ja ich finde das positiv!
00:19:00: Da vertraut jemand Deinem.
00:19:01: Okay?
00:19:02: Nein, finde ich nicht nur positiv.
00:19:06: Es kommt natürlich auch wieder drauf an aber finde ist sehr viel Verantwortung ab tun auf mich dann in dem Sinne.
00:19:16: Diese drei Beispiele fallen unter das Responsibility-Dumping.
00:19:21: also eh gut erkannt das Verantwortung abschieben und es ist ein bewusstes Abschieben von und da besonders Führungs- und Arbeitsverantwortung, die gerne mal eben dieses ein bisschen auch manipulativ einsetzt.
00:19:38: Das große Vertrauen in die Fähigkeiten desjenigen.
00:19:43: Obwohl – und da ist eben der Kontext dann wichtig – obwohl eigentlich nach Hilfe und Unterstützung ja anscheinend gefragt wurde Und sich da eben abzuputzen und zu sagen, eigentlich bin ich der... Also eigentlich wäre es in deinem Fall Katharina da ja umgekehrt gewesen.
00:20:01: Oder beziehungsweise das Satz wäre nur dann halt der Gültigkeit wenn du die Expertin in diesem Fall gewesen wärst?
00:20:07: Ja!
00:20:08: Die du ja per se nicht warst wie du erzählt hast zumindest absolut
00:20:13: wirklich kein bisschen.
00:20:16: Dazu gibt's auch ein gutes Gegenbeispiel.
00:20:18: Ich hab euch einen Gegenbeispiel mitgebracht.
00:20:21: Ich vertraue deiner Fachkompetenz bei diesem Projekt vollkommen.
00:20:25: Wenn du strategische Entscheidungen triffst, stehe ich absolut hinter dir.
00:20:29: Lass uns aber bitte jeden Freitagmorgen kurz abstimmen, wo du Unterstützung von mir
00:20:33: brauchst.".
00:20:34: Ah das finde ich ganz toll!
00:20:36: Also da rennt man die Ganselhaut.
00:20:39: Da denke ich mir gänze Hosen an der Stelle...
00:20:45: Ich hab keine Wahnsinns-Ambitionen, irgendwie Chefin zu werden in meinem Leben.
00:20:49: Aber wenn dann will ich diesen Satz regelmäßig verwenden?
00:20:52: Das find' ich ganz toll!
00:20:53: Dann
00:20:53: möchte ich mir gerne so als Mantra Spruch hinkriegen.
00:20:58: Was sagst du dazu, Nina?
00:21:00: Ja... In der Praxis glaube ich überlegt sich niemand so viel drüber nach.
00:21:06: Also das ist natürlich der perfekte Satz.
00:21:09: wo sich jemand viel darüber Gedanken macht.
00:21:11: Aber ich glaube, in der Praxis machen sich gewisse Leute nicht viel Gedanken.
00:21:15: Das stimmt
00:21:16: leider.
00:21:17: Weil ich habe zum Beispiel einer Vorgesetzte
00:21:18: ... das
00:21:20: könnte aus ihrem Mund kommen, das hat's.
00:21:21: Okay!
00:21:22: Schön?
00:21:23: Find' ich ganz toll.
00:21:25: Ideal!
00:21:26: Perfekt will ich sagen.
00:21:29: Jetzt kommt gleich noch ein Punkt.
00:21:31: zu dem stehe ich viel kritischer.
00:21:32: bis zu dem was jetzt kommen ist muss ich sagen finde ich dass wirklich Schwierig, weil es die größten Konsequenzen haben könnte.
00:21:40: Also gerade wenn du Führungskraft so auslust und so machen lässt und dann aber hinten nach der Verantwortung da schon über dir selber liegt?
00:21:48: Ich habe das Gefühl, dass könnte die meisten Konsequenten haben.
00:21:51: Ja, das stimmt!
00:21:52: Das andere ist mehr persönlich und für das generelle Arbeiten unangenehm, aber das könnte halt wirklich große Konseqenzen mit sich sehen.
00:22:00: Wobei
00:22:01: in meiner Arbeitslaufbahn, wenn ich sowas von zum Beispiel vorgesetzt oder Chefs Was ist denn auch vorgesetzt?
00:22:08: Gehört habe, dann hab ich mich wirklich gedanklich manchmal... nicht drauf ausgeruht.
00:22:14: Aber nur weil ich sonst ultra viel Verantwortung übernehme und mich ultra stressen.
00:22:18: Dass es letztendlich halt einfach nicht meine Schuld ist.
00:22:22: Weil letztendling liegt das nicht in meiner Verantwortung.
00:22:25: Und ich frag mich immer was man damit oft eigentlich erreichen will, gerade als Führungskraft Hätte ich ja eigentlich ein Interesse daran, wenn da jemand zu mir kommt und offensichtlich irgendeine Art von Unterstützung Hilfe oder Entscheidung braucht.
00:22:40: Frage ich mich was dahinter steckt dass man dann nicht hilft?
00:22:43: Oder nicht rein stept ein bisschen
00:22:46: weil
00:22:47: ist es dann die eigene Unfähigkeit?
00:22:50: fragezeichen
00:22:51: Ja, rufzeichen.
00:22:54: Ich finde es kommt halt ... Du kannst dir auch mehr leisten das zu machen hier nach dem Video dann am Ende damit umgehst weil wenn du so was als Chef gesagt hast oder als Vorgesetzer gesagt hast Dann wird wahrscheinlich die Wahrscheinlichkeit sehr hoch dass was schief geht und wenn man aber so groß ist und sagt ja gut habe ich halt dir nicht geholfen ist jetzt meine Schuld liegt bei mir.
00:23:14: dann okay trotzdem noch blöd aber ok.
00:23:18: Aber ich glaube, das ist halt leider seltener der Fall bei Leuten die so was sagen.
00:23:22: Weil die sind dann wahrscheinlich auch diejenigen, die sagen warum hast du das so
00:23:25: und so gemacht?
00:23:26: Und von Anfang an sowieso eine bessere Lösung hätten.
00:23:32: Ja.
00:23:32: Wie wechseln du den nächsten drei Beispielen?
00:23:36: Lächelt doch kurz!
00:23:40: Unangenehm... Ich bin ein Mensch, der sehr viel lächelt und ich lächle wenn ich es fühl und manchmal auch wenn ich nicht fühlt.
00:23:45: aber wenn Du
00:23:47: lächelst halt nicht.
00:23:50: Und auch nicht, um irgendwann anderen glücklich zu machen vor allem.
00:23:53: Ich fühl mich dann immer so ein bisschen verarscht weil meist lächelt man nicht oder ist grantig, weil irgendwas passiert ist und nur wenn man jetzt irgendwie ein künstliches Lächeln aufsetzt ist das Problem dann nicht weg.
00:24:07: Ich bin auch schon mal ein grantiger Mensch.
00:24:09: ich finde aber dass ich auch grundsätzlich viel lächle.
00:24:12: Aber ich denke mal auch so ist es halt doch schwierig bei mir das zu sagen.
00:24:15: Also, da kannst du nicht gewinnen.
00:24:19: Sagt das nicht?
00:24:19: Weil du wirst damit nicht gewinnen.
00:24:21: Habst du dir eher das Gegenteil davon?
00:24:24: Weil wahrscheinlich hat's auch entweder ... Mani ist gerade konzentriert und deswegen ist das ein bisschen Resting Bitchface
00:24:32: vielleicht... Ja aber spätestens wenn das wär zu einem sagt dann hab' ich einen Ein aktives Bitches.
00:24:40: Dann hast du es aktiviert, ja?
00:24:42: Richtig!
00:24:43: Oder ist sie halt wirklich gerade was?
00:24:45: Und dann laß mich doch in Frieden, weil offensichtlich auch ich keine Bedürfnisse zu.
00:24:50: Kommt aber natürlich überwiegend von Männern.
00:24:54: Muss man eindeutig sagen... Ich glaube das hat noch nie eine Frau zu mir gesagt.
00:25:00: Stimmt.
00:25:01: Also ich könnte mich nicht darunter... Da entzinnen, dass das jemals eine Frau gesagt hätte.
00:25:08: Oder?
00:25:08: Ich auch nicht.
00:25:11: Gut, zwar das Beispiel Nihu!
00:25:14: Seid ich gleich so empfindlich... Das war doch nur ein freundschaftlicher Schulterklopfer.
00:25:21: Ich wünschte jetzt könntet ihr die Gesichter sehen.
00:25:25: Meinst du wirklich angewiedert das Gesicht?
00:25:27: Ja,
00:25:28: Mann.
00:25:30: Unangenehm, oder?
00:25:31: Kommt meist irgendwie gewohnt aus... Wollen die ja nur helfen und wollen dir sagen, was Sache ist?
00:25:40: Die Körperlichkeit halt einfach ist in einem Satz verbaut.
00:25:44: Und das ist mit dem Schulterklopfer ja eh noch harmlos formuliert.
00:25:48: Was das Beispiel schon ein bisschen abziehen soll, ist tatsächlich eine Überschreitung der physischen Distanz.
00:25:53: Ja ich finde auch selbst wenn es nicht um Physisches gehen wird Niemand hat eine Person zu sagen, dass sie nicht so empfindlich sein soll.
00:26:00: Man kann gerne die Situation erklären, aber jemanden zu sagen wie seine Befindlichkeit sein soll ist einfach ein
00:26:07: No-Go.
00:26:09: Und ja das sind natürlich also Microaggressions und Sexismus halt im ganz klassischen Sinne Alltagsdiskriminierung in jeder Hinsicht.
00:26:20: Das geht natürlich von Frauen aus genauso.
00:26:23: Es sind jetzt zwei Beispiele, die natürlich eher darauf abzielen dass sie von Männern kommen und das tun Sie halt auch die meiste Zeit solche Dinge.
00:26:32: Und eben im zweiten Beispiel geht es wirklich schon darum quasi um dieses Überschreiten von einer physischen Grenze Im Arbeitsalltag Also in dem Beispiel weil wir sind bei Arbeit ist weiblich Und im Nachhinein noch dieses Abwerten des eigenen Unwohlseins Und das ist halt die Kombination aus beiden.
00:26:53: Ist halt...
00:26:53: Weh!
00:26:54: Ja, ultimatives Ultra-Weh.
00:26:57: Also jedes für sich ist ein Weh und zusammen sind sie...
00:27:00: Triple Weh.
00:27:01: Triple Wehh.
00:27:03: Volling Wehh Was allerdings zum Beispiel ein echtes Kompliment wäre.
00:27:09: Das klingt jetzt sehr fachlich aber ich erkläre auch gleich warum.
00:27:12: Deine fundierte Markter und Lüse bringen unser Team strategisch enorm weiter.
00:27:16: Schön dass du diese Fachkompetenz bei uns einbringst.
00:27:20: Das ist natürlich ein sehr hochgegriffenes Kompliment und ein sehr genaues.
00:27:24: Zielt aber darauf ab, dass es dich weder auf eine geschlechter Rolle reduziert noch oft an Aussehen oder sonstige irgendwelche komischen Rollen.
00:27:34: Und es lobt einen ausschließlich aufgrund von fachlicher Kompetenz?
00:27:40: Ja das finde ich auch sehr cool!
00:27:41: Ich finde auch manchmal schwierig zum Beispiel so karakterliche Komplimente im Arbeitsalltag.
00:27:50: Das ist auch total schön, wenn man dafür gelobt wird, dass man ein netter Mensch ist und super fürs Team und so.
00:27:57: Aber wenn halt nur sowas kommt zum Beispiel?
00:28:00: Dann ist es irgendwann auch für mich fast ein Absprechen von fachlichen Kompetenzen.
00:28:07: Ja ich glaube, verstehe was du meinst!
00:28:09: Wenn halt nur so etwas kommt.
00:28:13: Das war's jetzt schon mit meinen Beispielen, das waren die Kategorien der verschiedenen... Kommentare und Komplimente.
00:28:20: Sehr schön, aber von Positiva Gänse hat bis angewiedert.
00:28:23: alles dabei?
00:28:23: Alles dabei!
00:28:26: Jetzt noch mal eine Frage an euch.
00:28:28: Habt ihr noch eine ganz spezielle Story die ihr mir erzählen könnt oder wollt, die euch an dieser Komplimentekommentare erinnern?
00:28:39: Es kann gern sowohl positiv als auch negativ sein was ihr wollt.
00:28:43: Ich war ja wie gesagt eigentlich in einer Männerrolle unterwegs, weil Tourmanagement ist sehr... Also gibt es wenig Frauen und ich war dann schon auf viele Festivals wo sich die gefreut haben.
00:28:55: Ah, endlich sind meine Freunde so irgendwie.
00:28:58: das ist schon irgendwie das Positive von sich freuen dass da eben nicht nur die typischen Klischee Typen unterwegs
00:29:05: sind.
00:29:06: Und andererseits habe ich auch irgendwie, wenn ich auf Tournee war, habe ich öfters auch nachher, wo die Bands dann Blumen geschickt haben nach der Tournee.
00:29:13: Also es ist auch eine Wertschätzung.
00:29:17: Also eigentlich habe ich immer viel positive Feedback gehabt als weiblicher Tourmanager.
00:29:25: Nur einmal war ich mit einer Band ... Die hatte ein Problem damit dass sie mit einer Frau tut.
00:29:31: Aber das ist einmal in fünfzehn Jahren passiert.
00:29:34: Aber gab es da auch irgendwelche Komplimente oder Kommentare in dem Fall?
00:29:38: Nein, das
00:29:39: war sofort.
00:29:39: Es hat nichts mit meiner Arbeit zu tun als die Qualitätiv oder so.
00:29:44: Sie haben gesagt, sie sind super aber persönlich waren siebzehn Männer und ich war eine einzige Frau.
00:29:51: Und die hatten irgendwie wieder ein Problem.
00:29:55: Also das war rein wirklich nur... Aber jetzt nicht.
00:29:57: dann hat nie was mit der Qualität meiner Arbeit zutun gehabt.
00:30:00: Ja okay bei dir Katharina
00:30:05: Ich muss sagen, ich habe wie gesagt sehr viel mit Frauen zusammengearbeitet und zum Glück auch sehr viel Wertschätzung für z.B.
00:30:13: meine Rolle als Frau in dieser Arbeit bekommen.
00:30:16: aber nicht dafür weil ich eine Frau bin sondern einfach ... bin ich halt?
00:30:19: Aber es gab schon so ein zwei Momente.
00:30:25: Ich
00:30:25: beschreib's jetzt nicht ganz genau, aber z. B. wurde mir auch mal... da hab' ich was sehr Positives gemacht auch zusammengefasst, und dann würde mir gesagt gesprochen wie ein Mann.
00:30:39: Wow!
00:30:39: Und dann habe ich mir gedacht ja toll also dumm oder keine Ahnung...
00:30:42: Entschuldigung aber...
00:30:46: Also halt wofür?
00:30:49: Da
00:30:49: hätte man so viele Sachen sagen können und ich bin ja offensichtlich kein Mann und wenn ich ein Mann wäre dann hätte ich ja gesprochen wie einen Mann.
00:30:56: und jetzt hab' ich halt gesprochen mit einer Frau, weil ich halt eine Frau bin offensichtlich in dieser Situation hohe Kompetenz und gute Ausführungen von etwas.
00:31:08: Und auch wirklich also guter, ein bisschen harte zu sein.
00:31:11: Es war so ein bisschen ... So hart.
00:31:13: Businessman ist ja leider der Ausdruck dafür, Like!
00:31:17: Das hat mich richtig... Ich habe darauf auf leider absolut keine schlagwertige, gute Antwort gehabt.
00:31:22: Sondern ich weiß nicht, ob ich Danke gesagt hab?
00:31:24: Ich hoffe nicht.
00:31:25: Aber das hat mich lange noch beschäftigt.
00:31:29: Ja, verstehe ich aber.
00:31:30: Weil das ist ja dann haben wir heute gelernt ein Backhandel-Komplement glaube ich oder?
00:31:36: Denke ja!
00:31:39: Es könnte... Das deckt
00:31:41: ganz viel schlecht ab.
00:31:43: Es denkt vieles ab und es ist halt auch einfach ein Genderproblem tatsächlich also einen genderen Problem.
00:31:53: Ist man ein Mann oder eine Frau?
00:31:55: Ein Mann.
00:31:56: Okay, bin dich fast.
00:31:59: Nein, das war schon suggerant.
00:32:01: Das war schon so gemeint.
00:32:02: Aber dieses halt schon noch Sexismus.
00:32:04: Es war jetzt nicht so wie,
00:32:06: keine Ahnung ...
00:32:07: gemacht wie ein Viech oder so.
00:32:09: Also jetzt nicht zu
00:32:11: was
00:32:11: so cool gemacht Bro.
00:32:13: Weil das sehe ich dann auch nicht aus irgendwie.
00:32:15: Sondern es war wirklich schon
00:32:16: so...
00:32:19: War schon auf den Mann bezogen an sich?
00:32:21: Ja gut!
00:32:23: Ich hatte mal eine ... Es war jetzt kein Kompliment, es passt nicht einhundert Prozent die Kreien.
00:32:29: Aber ich habe die Aussage dahinter sehr witzig gefunden und ich finde die was der Wohlerin!
00:32:34: Ich war mal in den Arbeitsverhältnissen da ging's mir wirklich nichts herunterlich gut und irgendwann war ich den Tränen sehr nahe und mein damaliger zwar nicht wirklich ... also das war ein Stellvertreter meines Chefs, der das mitbekommen hat dann zumindest gesagt ja gehen wir raus reden.
00:32:54: Und seine erste Frage an mich war nicht einfach, was ist denn los?
00:32:59: Die erste Frage war, oh je, hast du Probleme mit deinem Freund.
00:33:07: Ich bin so gestanden und habe mir gedacht ja das stimmt weil ich als Frau mein einziges Problem ist der Mann in meinem Leben und was sich anziehen soll und kochen.
00:33:17: Das ist
00:33:18: wirklich so hart wenn ich weiß er hat es nicht so böse gemeint.
00:33:23: Aber in dem Moment habe ich mir wirklich gedacht, Jesus Christ.
00:33:29: Um vielleicht gleich auf die Reaktion oder als Abschluss auf die reaktion zu kommen, hab' ich da ein paar Sätze, die man vielleicht antworten könnte.
00:33:38: Der erste Satz wäre Lachen... also ich meine jetzt Haha machen.
00:33:46: Ich bleib kurz beim Inhalt.
00:33:47: was genau brauchst du von mir?
00:33:50: Oder ich übersetze es mal ganz kurz Du willst X und bis wann genau brauchst du's?
00:33:56: Also diese ganzen Backhandelsachen, finde ich ist schon ein guter Satz.
00:34:01: Ja,
00:34:02: vor allem weil er freundlich is'.
00:34:03: Aber es kann sich ein bisschen spitt zeigen...
00:34:06: Ja genau!
00:34:07: Die Aussage an sich ist eigentlich fast nett.
00:34:09: Find' ich gut.
00:34:10: Es enttanns so ein bisschen.
00:34:12: Lass uns das geblänken.
00:34:16: Eine Backhand schlägt die andere.
00:34:18: Danke Feedback zur Arbeit nehme ich gern.
00:34:21: Feedback zu meinem Aussehen sammelt heute jemand anders.
00:34:26: Ich finde es irgendwie bochen.
00:34:29: Ja, das ist nahem... Das ist nicht so smooth.
00:34:34: Das ist so mal wild aber man kann nicht.
00:34:36: Ja!
00:34:37: Das stimmt.
00:34:37: Stimmt ja.
00:34:38: Und zu den ganz Orgensachen.
00:34:41: Also wenn's geht wahrscheinlich eher dann schon in die Richtung also wo es halt wild wird Aber sag's bitte noch mal, aber diesmal so dass die HR nicht weinen muss.
00:34:53: Den Satz lieb ich!
00:34:54: Das wird auch immer noch als Mantra.
00:34:56: Nicht das ich ihm brauchen könnte gerade aber den finde ich ganz gut.
00:35:01: wie findet ihr diesen Satz?
00:35:03: Ich find ihn auch ganz gut.
00:35:06: Der passt sehr zu meinem Satz denn ich sage wenn ich mich traue...
00:35:10: Ja, und das ist meine
00:35:11: Abschlussfrage.
00:35:12: Was wären die Sätze, die ihr oder die euch jetzt einfallen würden, die Ihr als Antwort geben würdet?
00:35:18: Ah ja!
00:35:18: Das habe ich tatsächlich vor allem nicht allzu lange Zeit gesehen.
00:35:24: Aber wie gesagt muss ich mich auch wirklich trauen dafür.
00:35:27: Da hab' ich gesagt, wolltest du das gerade wirklich laut aussprechen?
00:35:30: Ahja!
00:35:31: Das aber schon Frontie...
00:35:33: Ja!
00:35:34: Gut, ich bin eh für
00:35:36: Konfrontation.
00:35:36: War das Situation angebracht, aber ... Normalerweise bin ich leider nicht ganz so mutig.
00:35:40: Also, ich bin dann ... Na ja, es kommt drauf an!
00:35:43: Ich werde mir mutiger.
00:35:44: Sehr gut.
00:35:44: Es kommt voll auf die Situation drauf an.
00:35:46: Wenn's jemand ist so ... Ich sag jetzt mal in meiner Arbeitslaufbahn hab' ich schon viel oder arbeite viel mit so ... Journalisten zum Beispiel und Presse-Menschen?
00:35:58: Da bin ich auch, weil da kommen manchmal schon so Kommentare und da bin ich schon härter.
00:36:02: Da traue ich mich mehr.
00:36:03: Aber wenn das zum Beispiel jemand ist, noch den ganzen restlichen Tag in einem Raum sitzt, im Büro.
00:36:09: Da versuche ich dann doch eher die freundliche
00:36:11: Route.".
00:36:12: Und tagtäglich dann natürlich noch mehr wahrscheinlich?
00:36:18: Nina was wäre dein Satz um zu reagieren?
00:36:22: Das Problem ist, ich bin meist irgendwie nicht sehr schlagfertig, dann verfalle dann eben schon da nichts.
00:36:30: Aber jetzt kenne ich auch schon ein paar Tage Spricht dann dein Gesicht für dich?
00:36:37: Ja.
00:36:40: Das nehme ich auch eine nicht zu verachtende Waffe.
00:36:44: Der Gesicht, das Druck!
00:36:46: Gut mir das, damit danke ich mich für diese Folge.
00:36:48: Kurz und Bündig.
00:36:50: So kurz war es gar nicht aber es fühlt sich kurz und bündig an.
00:36:53: Und ja an alle da draußen welche schlimmen oder sehr guten Komplimente und Kommentare habt ihr bekommen?
00:37:00: wenn ihr wollt schreibt uns die gerne
00:37:03: auf
00:37:04: Instagram in die Kommentare oder auf Spotify in die Kommentare, oder gerne auch als E-Mail.
00:37:10: Und wir hoffen, die Folge hat euch gefallen und ich habe nichts mehr zu sagen außer Danke für ihre Ohren.
00:37:16: und nicht vergessen Arbeit ist weiblich!
Neuer Kommentar